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John Williams - THE ADVENTURES OF TINTIN: THE SECRET OF THE UNICORN

Empfohlene Beiträge

Der Score ist sogar sehr inspiriert, keine Sekunde langweilig und bietet jede menge interessante Momente und gute Unterhaltung. Ich wünschte, mehr Scores würden das bieten, was TINTIN zu bieten hat!

Thomas, wenn Du den Score nicht magst, hier ein guter Tipp: spiel ihn nicht! ;)

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Gast Babis

Ihr lasst euch alle zu sehr vom Film blenden.

Mensch, zum Glück hast du das noch erwähnt. Da hätte ich doch beinahe für Jahre Gefallen an dem Score gefunden, aber dank deines tatkräftig rosagrauen Brillen Hinweises kann ich beruhigt den Silberling in die Ecke feuern! Puh! :wacko:

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Kann man schon leicht aggressiv werden wenn man die Meinungen alle ließt. "Gefällt mir" und "Gefällt mir nicht" gibt's hier nicht mehr. Schrecklich sowas.

Macht langsam keinen Spaß mehr immer sowas zu lesen...

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Ich werde aggressiv, wenn (berechtigte) kritische Stimmen niedergemacht und angefeindet werden - ich habe TINTIN jetzt sicher 20 mal gehört und muss urteilen: ein sehr solider Score, aber sicher der schwächste neue Williams seit THE TERMINAL. Ich bin nicht bereit, meine Ansprüche dem Durchschnitt heutiger Filmmusik anzupassen - ich vergleiche immer mit dem Besten aus dem Werk des jeweiligen Komponisten.

Die Vorspannmusik, "Snowy´s Theme" und "The Adventure Continues" sind hervorragend, ebenso Teile (!) von "Introducing the Thompsons", "Sir Francis and the Unicorn" und "The Pursuit of the Falcon" - als Höralbum in Gänze ist die Musik aber einfach zu bruchstückhaft, um wirklich nachhaltig zu überzeugen. Mag vielleicht auch am Film liegen. Mickey-Mousing auf hohem handwerklichen Niveau, aber letztlich keine große Musik. Macht bei mir 3,5 - max. 4 von 6 Sternen.

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Ich werde aggressiv, wenn (berechtigte) kritische Stimmen niedergemacht und angefeindet werden

Damit implizierst du aber auch festlegen zu wollen was berechtigte Kritik ist. Das kannst du nicht, das kann aber niemand, denn eine Meinung ist eine Meinung und sollte ob nun PRO oder CONTRA von der Meinungsgegenpartei deshalb nicht ständig hin- und hergezogen werden, denn das ist sinnlos, womöglich sogar verletzend und fördert definitiv nicht die Diskussionskultur in einem Forum.

Also liebe Foristen, einfach auch mal die Meinung der/des Anderen einfach so stehen lassen, das fördert Meinungsvielfalt und die Luft wird sowieso deutlich besser.

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Ich finde die bisher zu TINTIN hervorgebrachten, kritischen Unter- und Obertöne eigentlich vollkommen "sachgemäß", schlüssig und nachvollziehbar. ;) Im Vergleich mit vielen anderen Williams-Arbeiten ist der Score (bis auf die genannten Ausnahmen) strukturell einfach ein Stück fahriger und zusammenhaltloser.

@Roland:

Berechtigt ist die Kritik, die fundiert ist und sich von rein subjektiven Perspektiven löst.

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Ich sehe das problem eher darin, dass einige ach so sachliche oder fundierte kritiken allzu gebetsmühlenartig wiederholt werden, sobald jemand mal sein wohlgefallen am score ausdrückt oder mal andere argumente ins feld bringt ausser den musikwissenschaftlichen. Man kann nach den erhobenen zeigefingern einiger leute ja schon die uhr stellen. Irgendwann hat es z.b. auch der letzte begriffen, dass z.b. herr müthing die orchestrierung als zu dünn empfindet. Ändert aber nunmal nix daran, dass man den score auch auf grundlage anderer aspekte beurteilen kann und eine gebetsmühlenartige wiederholung der these "der score ist dünn orchestriert" absolut garnix zum meinungsaustausch beiträgt. Und der vogel wird spätestens dann abgeschossen, wenn andere sachliche argumente für den score als subjektive phantasterei hingestellt werden, nur weil man selber vielleicht nicht die fähigkeit oder den willen hat, diese nachzuvollziehen. Damit stellt man sich höchstens selbst in die ecke. Ich gönne es jedem wenn er den score als minderwertig oder sonstwas einstuft, so lange man keine derartigen totschlagargumente ins feld bringt und dann auch noch wiederholt drauf rumreitet.

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Selbstverständlich kann jemand seine (berechtigte?) kritische Meinung zu einem Soundtrack preis geben, aber ständig darauf hinzuweisen "ach wie schlecht und schwach komponiert" ein Score wäre, muss doch nicht sein! <_< Was will man damit bezwecken????

Mir kommt es vor als würden einige mit ihren "berechtigten" Kritiken Woche für Woche um jeden Preis versuchen die Mehrheit der Leute, denen der Score "wohl aus unerklärlichen Gründen" gut gefällt, davon zu überzeugen, dass sie sich alle unberechtigterweise über einen "soliden Score, aber sicher den schwächsten Williams seit THE TERMINAL" erfreuen! :huh:

Woche für Woche ... muss das sein? :confused:

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Selbstverständlich kann jemand seine (berechtigte?) kritische Meinung zu einem Soundtrack preis geben, aber ständig darauf hinzuweisen "ach wie schlecht und schwach komponiert" ein Score wäre, muss doch nicht sein! <_< Was will man damit bezwecken????

Mir kommt es vor als würden einige mit ihren "berechtigten" Kritiken Woche für Woche um jeden Preis versuchen die Mehrheit der Leute, denen der Score "wohl aus unerklärlichen Gründen" gut gefällt, davon zu überzeugen, dass sie sich alle unberechtigterweise über einen "soliden Score, aber sicher den schwächsten Williams seit THE TERMINAL" erfreuen! :huh:

Woche für Woche ... muss das sein? :confused:

Der Advocatus Diaboli sagt: wenn sich Woche für Woche genauso unkreative Lobhudeleien aneinanderreihen und niemand aufmuckt, warum denn nicht? :P

Kritik an Sachen, die man mag, wird oft als persönlicher Angriff mißdeutet, während Bestätigung der eigenen Meinung deutlich größere Chancen auf ein freundliches bis aufforderndes Nicken hat. So reflektiert sollte jeder Forist schon sein, dass er sich in einem Meinungsaustausch mit mehr oder minder Unbekannten auch auf kognitive Dissonanzen einläßt. Meckern dartüber finde ich ja OK, aber nicht auf der Basis "Darf der das!?!"

@Babis: der Ton, na ja, ich lese lieber polemische Zuspitzungen als ewig nur ausgewogenes Mediatorengewäsch, von wegen Salz in der Suppe (und das war ja nun wirklich eher harmlos).

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das problem hier sind nicht die, die hier fundierte kritik äußern sondern die, die sonst immer so tun als ob man nicht nach "gefällt mir"/"gefällt mir nicht" urteilen darf. thomas' und sebastians kritiken mögen etwas einseitig sein, weil sie die filmwirkung nicht mit einbeziehen, aber immerhin ziehen die ihren bewertungsstremel bei ALLEN komponisten durch und drehen sich nicht wie ein fähnchen im wind. wenn der score keine vernünftige struktur hat, ne dünne orchestrierung und zum teil auch noch aufgewärmtes material, dann sind diese kritikpunkte genauso schwerwiegend wie bei jedem anderen komponisten auch. und alle die, die dann auf filmwirkung und unterhaltsamkeit hinweisen, sollten dies dann bitte auch bei JEDEM anderen komponisten berücksichtigen, bevor sie die musik wieder in grund und boden kritisieren.

aktuelles beispiel Total Recall von harry gregson-williams. noch nix vom film gesehen, noch nix von der musik gehört aber beides IST JETZT SCHON für die tonne. und wenns dann an die endgültige bewertung geht, wird filmwirkung und unterhaltsamkeit wieder außen vor gelassen und keine vernünftige struktur, dünne-schlechte orchestrierung sowie aufgewärmtes material wiegen mindestens 3x so schwer wie bei dem Tintin score.

bedeutet also, wenn thomas und sebastian nächstes jahr dann eventuell den Total Recall score aufgrund ihrer bewertungsmaßstäbe in grund und boden kritisieren, werde ich wahrscheinlich ordentlich dagegen angehen, weil nach meinen bewertungsmaßstäben unterhaltsamkeit und filmwirkung mal wieder außen vor gelassen werden. dann hoffe ich, dass alle die, die sich den Tintin score auch mit unterhaltsamkeit und filmwirkung schön reden (so wie ichs bei jedem score mache), dies entweder auch bei dem Total Recall score brücksichtigen oder sich mit kritik zurückhalten.

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Gast Babis

Ich finde die bisher zu TINTIN hervorgebrachten, kritischen Unter- und Obertöne eigentlich vollkommen "sachgemäß", schlüssig und nachvollziehbar. ;) Im Vergleich mit vielen anderen Williams-Arbeiten ist der Score (bis auf die genannten Ausnahmen) strukturell einfach ein Stück fahriger und zusammenhaltloser.

Sehe ich genauso, weshalb ja bis jetzt auch der Thread eigentlich wunderbar funktioniert.

Der unsachgemäße Unterton bezog sich lediglich auf die Aussage:

Ihr lasst euch alle zu sehr vom Film blenden.

... in meinen Augen eine kleine Spitze, die dennoch vom sonstigen sachlichen Grundton abweicht. Ich lasse mich von gar nichts blenden, sondern habe aufgrund meines Wissens, meiner Erfahrung und meinem Lustgefühl eine Entscheidung getroffen und mir eine Meinung gebildet.

Sicherlich hätte ich diese unsachgemäße Aussage auch stehenlassen können, dachte mir aber eine kleine Replik gegenüber den doch sonst so sachlichen Herrn könnte nicht schaden.

@Babis: der Ton, na ja, ich lese lieber polemische Zuspitzungen als ewig nur ausgewogenes Mediatorengewäsch, von wegen Salz in der Suppe (und das war ja nun wirklich eher harmlos).

Unterstreiche ich voll und ganz. Was nützt eine Unterredung, wenn man sich Wattebäuschchen in den Mund schiebt. Da kann ich auch gleich auf Kaugummi rumkauen.

Doch auch ein in gut gesetzte sachliche - und mit scharfen Pointen notierte - Aussage, darf nicht über der Kritik stehen. Manche Sätze hüllen sich im warmen Mantel herrlichster Formulierungen, können sich aber sehr wohl auch als Luftschloss entpuppen. Die Wahrheit steht bekanntlich zwischen den Zeilen. ;)

Wie gesagt, ich bezog mich dabei auch nur auf die eine zitierte Textstelle.

Um der ganzen Sachen einen Rahmen zu geben, schlage ich daher fortan das Beleidigungsfechten vor. :mxfight2:

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Verdammt... Nun muss ich direkt Monkey Island 3 suchen und wieder spielen.... ;)

"Beleidigungsfechten", nach Monkey Island Art, nette Idee... Wäre hier aber doch arg offtopic.. Aber ihr könnt ja einen Thread aufmachen, wo ihr euch die gemeinen Sachen um die Ohren werft. Wenn ihr das ganze auch noch mit Degen und Säbeln austragen wollt, macht mir bitte Fotos und/oder Videos.

Nun aber hier zurück zum Thema. :)

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Man, man man,

Warum können wir hier nicht diskutieren ohne den anderen wegen seiner Meinung persönlich anzugreifen?

Ich starte mal einen Versuch der Schlichtung und werte etwas weiter ausholen und vielleicht auch etwas offtopic:

Bei den Diskussionen über einzelne Soundtracks bilden sich so gut wie immer zwei Lager. Die einen, die durch "vermeintlich" sachlich, objektive Bewertung der musikalischen Qualität zu einem "Urteil" kommen, und die andern, die durch subjektiv und emotionale Betrachtung zum einem gegenteiligen "Urteil" kommen.

Ich zähle mich eher zu der subjektiv / emotionalen Fraktion, weil ich der Überzeugung bin, daß man rein sachlich, objektiv Musik nicht bewerten kann, weil "Mensch" nicht in der Lage ist seine Subjektivität und Emotionalität wirklich auszuschalten. Auch die, die vermeintlich nach objektiven und sachlichen Kriterien vorgehen, gewichten die Kriterien nach subjektiven Maßstäben. Indirekt haben Sebastian und Thomas in diesem Thread http://www.soundtrac...t/page__st__320 am Ende ja implizit den Beweis dafür geliefert, auch wenn sie das mit großer Sicherheit selber nicht so sein (Sorry ihr beiden, aber die Spitze konnte ich mir nicht verkneifen;). Also nicht böse sein).

Dennoch komme ich bzgl. vieler Score häufig zu sehr ähnlicher Einschätzung; auch hier. Ich habe dne Score rauf und runter gespielt und will ihn eigentlich gut finden. Grundsätzlich schlecht ist er ja auch nicht, aber so richtig zünden will er bei mir auch nicht. Und da will ich auch nicht so blöde Sätze lesen: "Na dann höre ihn halt nicht".

Super Vorschlag. Oft liest man hier in den Diskussionen zu den einzelnen Scores auch so einen tollen Satz wie: "Den Score muß man mehrmals hören. Der braucht ein Weile."

Bisher hätte ich so einer Aussage oft zu gestimmt, aber dieses Jahr hatte ich dank dieses Forums ein kleines Aha-Erlebnis, das meine Meinung geändert hat:

Ich habe mir in den letzten Jahren viele Scores, speziell von meinen Lieblingskomponisten "schön" gehört und mir nichts bei gedacht. Mir ist ja schon bewußt neue Sachen, die nicht sofort zünden, nichtvoreilig abzuwerten, mit dem Totschalgsargument, daß früher alles besser gewesen wäre. Nostalgie verklärt ja sehr häufig den Blick und früher war nicht immer alles besser ... aber manchmal war es das denn doch.

Durch den Jerry Goldsmith Thread im Komponistenforum bin ich auf zwei älter Goldsmith-Scores aufmerksam geworden, die ich noch nicht kannte: Under Fire und Wind and the Lion. Die Youtube-Auszüge, die hier gepostet wurden haben mich so angesprochen, daß ich mir beide Scores quasi blind bestellt habe. Als ich sie endlich in den Händen hatte, habe ich sie sofort angehört und war beim ersten Hören schon total geflasht (Gänsehaut und die eine oder oder Freudenträne im Auge) und ich habe überlegt, wann ich bei einem neuen Score in den letzten 10 - 15 Jahren so geflasht war.

Es gab ein paar Momente, das waren aber fast ausschließlich nur die Complete Editions von z.B. Back to the Future, Star Trek II, Star Trek V, usw. Die hatte ich solange nicht mehr gehört und die Complete Editions kannte ich tatsächlich noch gar nicht. Ich hatte jedesmal sofort den "Flash". Star Trek V habe ich stellenweise gar nicht wiedererkannt. Die alte Albumauflage fand ich immer zeimliche langweilig und wirkte wie ein billiger Abklatsch von Star Trek I. Jetzt komme ich zu dem Schluß, daß er im Kontext der anderen Goldsmiths-Score wesentlich eingeständiger und abwechslungreicher ist, als Star Trek 9. Der ist eigentlich nur eine Konzeptkopie von Star Trek 8 und hat für mich kaum etwas Eigenes, was ihn irgenwie hervorhebt.

Ich bin in den 80er und 90er aus Sicht der Filmmusik groß geworden (ich bin Jahrgang 72) und hatte das regelmäßig dieses Erlebnis. Ich habe sogar einiges Scores von meinen Lieblingskomponisten wie Williams, Goldsmith, Horner, Zimmer, Elfman, etc. habe ich blind gekauft, nur weil er von ihnen war und ich wurde nur selten enttäuscht. Regelmäßig war ihn Plattenladen und habe in die neuen Scheiben reingehört. Bei Hook war nach dem 1. Track die Kaufentscheidung schon gefallen. Wenn ich so überlege, bin ich mir nicht sicher, ob ich so einen Score wie Tintin, nach einem "Reinhören" im Plattenladen damals wirklich gekauft hätte. Ich glaube eher nicht.

Und genau das ist der Punkt. Ich glaube sehr vielen hier geht es so, daß sie eine filmmusiktechnisch sehr produktive Phase, was Kreativität und Originalität angeht, erlebt haben und sich danach sehnen, endlich mal wieder so ein Erlebnis wie damals zu haben. Deshalb ist dann die subjektive Enttäuschung dann auch immer so hoch, wenn ein lang erwarteter neuer Score von einem seiner Lieblingskomponisten, das Erlebnis auch wieder nicht schafft. Die Filmwelt und demzufolge auch die Filmmusikwelt hat sich drastisch geändert. Die Filmmusik, die meine Leidenschaft für dieses Gerne geweckt hat, wir leider kaum noch geschrieben. Das geht hier glaube ich einigen so und darüber sind sie enttäuscht.

Da ist dann so ein Satz wie "Na dann hör ihn halt nicht" ein Schlag ins Gesicht. Ich z.B. freue micht für jeden, der z.B. bei Tintin dieses "Flash-Erlebnis" hat und gönne ihm das (und beneide ihn dafür auch ;)). Ich hätte das auch gerne, habe es aber bei Tintin nicht. Darüber bin ich etwas enttäuscht und möchte das auch sagen dürfen ohne mich anfeinden oder als Mießmacher bezeichnen zu lassen.

Das letzte mal hatte ich so ein "Flash-Erlebnis" bei einem aktuellen Score, als die Herr der Ringe Score raußkamen und das ist schon fast 10 Jahre her. Das finde ich traurig. Wenn ich mich dann negativ über einen Score äußere will ich und ich glaube auch die anderen, die sich negative äußern, niemandem den Score mieß machen. Ich suche nach einerseits nach Gleichgesinnten, die das ähnlich sehen und hoffe andererseits, daß die Kritik hoffentlich auf irgendwelchen Wegen bei den Filmschaffenden ankommt und sich vielleicht mal etwas ändert (die Hoffnung stirbt zu letzt ;)).

Warum wird so etwas geiles wie Under Fire, Back to the Future, etc. heutzutage nicht mehr geschrieben. An diesem Punkt muß ich dann Thomas etwas wiedersprechen, daß es die Komponisten selber in der Hand hätten, wie gut die Filmmusik, die heute geschrieben wird, sein kann. Wenn das seit Jahren die großen Komponisten der 70er, 80er und 90er nicht mal machen, wer soll es dann richten. Interessanterweise ist es ja nicht nur in der Filmmusik so. Auch in der "Unterhaltungsmusik" (Ich hasse diese Wort) ist das ja so.

Wenn mir in den 80er ein Lied in den Charts gefallen hat, habe ich mehr sehr oft (ab und zu sogar blind) das ganze Album gelkauft, weil in der Regel mehr als die Hälfte der Lieder auch gefallen haben. Das ist seit Mitte der 90er nicht mehr so. Selbst von meinen früheren Lieblingsbands gefällt mir vieles nicht mehr bzw. sind auf den Alben häufig nur noch 1 oder 2 gute Stücke, die mir gefallen, drauf. Auch das ist traurig.

Das ist jetzt etwas mehr geworden, aber vielleicht trägt es zum beiderseitigen Verständnis bei.

Gruß Jafar

PS: Die Musik zu Monkey Island (besonders vom 3. Teil) ist übrigens auch sehr cool ;)

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Jafar, Dein Beitrag gefällt mir sehr gut und ich bin 100 %-ig Deiner Meinung!

Es hat in den letzten 10 Jahren wirklich wenige Flash-Erlebnisse gegeben. Das Jahr 2001 hatte gleich 3 tolle Flash-Erlebnisse für mich parat. Zuerst THE MUMMY RETURNS, HARRY POTTER und LORD OF THE RINGS 1. Ich war beim Saturn und überraschender weise war aus den großen Lautsprechern im Shop LORD OF THE RINGS zu hören, als ich erfahren habe was das ist, habe ich mir die CD sofort zugelegt :D

STAR WARS II, MEMOIRS OF A GEISHA und komischer weise CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY hatten noch diese Flash-Wirkung für mich. :)

An diesem Punkt muß ich dann Thomas etwas wiedersprechen, daß es die Komponisten selber in der Hand hätten, wie gut die Filmmusik, die heute geschrieben wird, sein kann.

Wenn der Thomas behauptet hat, die Komponisten hätten es selber in der Hand wie und was für Filmmusik sie komponieren, dann hat er sich in den letzten Jahren noch nicht mit vielen Komponisten unterhalten! Ich hatte das große Glück, mich einige male mit Bruce Broughton, Howard Shore, Alan Silvestri, Conrad Pope, David Arnold, Nicholas Dodd, etc... zu unterhalten und sie berichten alle vom Gegenteil! Ein Produzenten-Team oder der Regisseur geben vor was zu komponieren wäre und wenn es für sie fremdartig klingt (so innovativ oder neuartig es auch sein mag, was der Komponist da auf den Tisch legt), dann wird es einfach verworfen ... wenn der Komponist Pech hat, fliegt er sogar raus.

Zum zweiten haben die Komponisten immer weniger und weniger Zeit 90 Min. Musik zu komponieren. Hooper hatte beim zweiten HP Film, den er vertont hat, irrwitzig wenig Zeit den Score zu schreiben, weil sich die Postproduction oft mehr und mehr verzögert, aber der Deadline eingehalten werden muss! Deshalb lieben einige Produzenten Remote Controll. Sie geben den Auftrag an Hans Zimmer innerhalb von 2 Wochen mit einer Klangsoße zu erscheinen und seine 20 Helferlinge sampeln was zusammen.

Thomas, am besten fragst Du da den Silas, der sehr viel Zeit in Hollywood verbracht hat.

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ich finde man darf filmmusik auch nicht einfach so als musik betrachten. deshalb finde ich auch das argument, man müsste eine filmmusik mehrmals hören um alle qualitäten zu erkennen, etwas merkwürdig. ich gehe doch nicht zig mal in einen film, um zu erkennen welche aussagekraft und wirkung die musik hat. ich finde filmmusik muss im film sofort auf den punkt kommen. das, was sie vermitteln und bewirken soll, muss für den zuschauer sofort erkennbar sein. nicht unbedingt mit der holzhammer methode, aber ganz sicher auch nicht so, dass man sich erst den soundtrack kaufen und x-mal anhören muss, um raus zu finden, was der komponist eigentlich mit seiner musik sagen will.

deshalb bin ich auch immer noch der meinung, dass man filmmusik nur bis zu einem gewissen grad theoretisch bewerten kann. von der theorie habe ich sie nämlich dann nur als stinknormale musik bewertet. da filmmusik aber an ganz bestimmte vorgaben gebunden ist, muss man die logischerweise mit einfließen lassen. z.bsp. das stück Sir Francis And the Unicorn aus dem Tintin score. das soll ja piratisch rüberkommen, weil es die szene so hergibt. jetzt kann man natürlich sagen, dass es vom kompositorischen standpunkt aus toll ist. dann hab ichs aber nur als musik bewertet. jetzt muss ich natürlich auch noch schauen, ob das, was die musik aussagen soll, auch wirklich aussagt. das ist für den zuschauer natürlich ganz wichtig. das ist immerhin der grund, weshalb es komponiert und für diese szene verwendet wurde. und wenn die aussagekraft beim großteil des publikums ankommt, erst dann ist es ein gutes/sehr gutes filmmusikstück.

das würde dann heißen, dass dieses spezielle stück als filmmusik 10/10 punkte bekommen würde. kompositorisch großartig und was die aussagekraft/wirkung betrifft auch. so würde ich das ganze betrachten.

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Wenn der Thomas behauptet hat, die Komponisten hätten es selber in der Hand wie und was für Filmmusik sie komponieren, dann hat er sich in den letzten Jahren noch nicht mit vielen Komponisten unterhalten! Ich hatte das große Glück, mich einige male mit Bruce Broughton, Howard Shore, Alan Silvestri, Conrad Pope, David Arnold, Nicholas Dodd, etc... zu unterhalten und sie berichten alle vom Gegenteil! Ein Produzenten-Team oder der Regisseur geben vor was zu komponieren wäre und wenn es für sie fremdartig klingt (so innovativ oder neuartig es auch sein mag, was der Komponist da auf den Tisch legt), dann wird es einfach verworfen ... wenn der Komponist Pech hat, fliegt er sogar raus.

Zum zweiten haben die Komponisten immer weniger und weniger Zeit 90 Min. Musik zu komponieren. Hooper hatte beim zweiten HP Film, den er vertont hat, irrwitzig wenig Zeit den Score zu schreiben, weil sich die Postproduction oft mehr und mehr verzögert, aber der Deadline eingehalten werden muss! Deshalb lieben einige Produzenten Remote Controll. Sie geben den Auftrag an Hans Zimmer innerhalb von 2 Wochen mit einer Klangsoße zu erscheinen und seine 20 Helferlinge sampeln was zusammen.

Das ist ohne Frage so - auch wenn meine Kenntnisse über die Materie nahelegen, dass viele Komponisten in L. A. zu einem gerüttelt Maß an Opportunismus neigen, wenn es um den almighty Dollar geht. Ich stimme Thomas durchaus zu, dass gerade die Silvestris und Newton Howards es eigentlich nicht mehr nötig haben sollten, jeden "Scheiß" mitzumachen - und trotzdem tun sie's. Ein Goldenthal oder Shore ist da schon mehr seinem Berufsethos verpflichtet.

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Mensch, zum Glück hast du das noch erwähnt. Da hätte ich doch beinahe für Jahre Gefallen an dem Score gefunden, aber dank deines tatkräftig rosagrauen Brillen Hinweises kann ich beruhigt den Silberling in die Ecke feuern! Puh! :wacko:

Meine Güte, hier sind aber so einige mit dem linken Bein aufgestanden ...!

Wie läppisch ist das, wenn man versucht, jegliche Kritik, und sei sie noch so zart(!) ;), niederzumachen. Demokratie scheint in Deutschland immer noch schwierig, auch nach 66 Jahren.

Das ist aber nun mal die Fanboy-Ideologie.

Filmmusik muss als unabhängiges Hörerlebnis bestehen, damit es einen Sinn macht, sie getrennt vom Film überhaupt anzuhören. Da spielt es keine Rolle, welche musikalische Geste ein physisches Ereignis im Film untermalt. Musik hat eigene Gesetze, und die werden durch das Genre nicht aufgehoben.

Die übrige Diskussion lässt mich kalt, da sie hier und andernorts schon zigmal aufgeworfen wurde, und ausführlich Gegenargumente aufgezählt. Also bitte: Lesen.

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Meine Güte, hier sind aber so einige mit dem linken Bein aufgestanden ...!

Wie läppisch ist das, wenn man versucht, jegliche Kritik, und sei sie noch so zart(!) ;), niederzumachen. Demokratie scheint in Deutschland immer noch schwierig, auch nach 66 Jahren.

Das ist aber nun mal die Fanboy-Ideologie.

Filmmusik muss als unabhängiges Hörerlebnis bestehen, damit es einen Sinn macht, sie getrennt vom Film überhaupt anzuhören. Da spielt es keine Rolle, welche musikalische Geste ein physisches Ereignis im Film untermalt. Musik hat eigene Gesetze, und die werden durch das Genre nicht aufgehoben.

Die übrige Diskussion lässt mich kalt, da sie hier und andernorts schon zigmal aufgeworfen wurde, und ausführlich Gegenargumente aufgezählt. Also bitte: Lesen.

Diese Aufforderung zum Lesen würd ich dir auch geben, denn nicht alle, die den Score mögen, haben schon den Film gesehen.. ich hab da die eine oder andere positive Kritik an Tin Tin von Leuten hier in diesem Thread gelesen, die den Film nocht nicht kennen. Also schau her, es gibt auch Leute, die Gefallen an der Musik an sich haben und das sogar ohne den Einfluss des Films. Also erfüllt sie für ein paar der Boarder hier dieses, von dir erwähnte Hörerlebnis.

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Gast Babis

Meine Güte, hier sind aber so einige mit dem linken Bein aufgestanden ...!

Wie läppisch ist das, wenn man versucht, jegliche Kritik, und sei sie noch so zart(!) ;), niederzumachen. Demokratie scheint in Deutschland immer noch schwierig, auch nach 66 Jahren.

Das ist aber nun mal die Fanboy-Ideologie.

Filmmusik muss als unabhängiges Hörerlebnis bestehen, damit es einen Sinn macht, sie getrennt vom Film überhaupt anzuhören. Da spielt es keine Rolle, welche musikalische Geste ein physisches Ereignis im Film untermalt. Musik hat eigene Gesetze, und die werden durch das Genre nicht aufgehoben.

Die übrige Diskussion lässt mich kalt, da sie hier und andernorts schon zigmal aufgeworfen wurde, und ausführlich Gegenargumente aufgezählt. Also bitte: Lesen.

Dann fang mal an zu lesen, denn ich habe mich lediglich auf einen deiner Sätze bezogen. Einen deiner Sätze, der gar keine Kritik war. Also jammer nicht ständig darüber, dass jede Kritik im Keim erstickt wird. War nämlich nicht der Fall und ich bezog mich nur auf einen deiner Sätze.

Und pathetische Anrisse zur Demokratie... also bitte, das sollte doch wohl unter deinem Niveau sein!

Und ja, es stimmt, die Gretchenfragen wurden andernorts schon genug erörtert.

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Meine Güte, hier sind aber so einige mit dem linken Bein aufgestanden ...!

Wie läppisch ist das, wenn man versucht, jegliche Kritik, und sei sie noch so zart(!) ;), niederzumachen. Demokratie scheint in Deutschland immer noch schwierig, auch nach 66 Jahren.

Das ist aber nun mal die Fanboy-Ideologie.

Filmmusik muss als unabhängiges Hörerlebnis bestehen, damit es einen Sinn macht, sie getrennt vom Film überhaupt anzuhören. Da spielt es keine Rolle, welche musikalische Geste ein physisches Ereignis im Film untermalt. Musik hat eigene Gesetze, und die werden durch das Genre nicht aufgehoben.

Die übrige Diskussion lässt mich kalt, da sie hier und andernorts schon zigmal aufgeworfen wurde, und ausführlich Gegenargumente aufgezählt. Also bitte: Lesen.

dann bitte, bitte thomas erleuchte uns alle und zähle doch mal die ehernen gesetze der musik auf, ich bin sehr gespannt, denn musik ist unglaublich facettenreich. z.b. ist ein sextakkord in der renaissance musik etwas völlig anderes als zur zeit der klassik. oktav- und quintparallelen sind in der ernsten musik nicht kunstvoll, im jazz aber gang und gäbe. ich nenne hier nur mal ein paar simple beispiele. ich bin gespannt auf deine weisen worte, welche musikalische sprache und mittel ich in der anspruchsvollen filmmusik benutzen "darf".

lg

grissom

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