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The full details of the soundtrack album for Steven Spielberg’s drama The Post have been revealed. The album features the film’s original music composed and conducted by John Williams (Star Wars, Raiders of the Lost Ark, E.T., Jurassic Park, Jaws, Harry Potter and the Sorcerer’s Stone). The soundtrack will be released physically on January 12, 2018 by Sony Classical and is now available for pre-order on Amazon. The Post starring Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk, David Cross, Bruce Greenwood, Tracy Letts, Alison Brie, Carrie Coon, Sarah Paulson, Jesse Plemons, Matthew Rhys, Michael Stuhlbarg, Bradley Whitford and Zach Woods tells the story of the unlikely partnership between The Washington Post publisher Katharine Graham and editor Ben Bradlee, as they race to catch up with The New York Times to expose a massive cover-up of government secrets that spanned three decades and four U.S. Presidents. The drama will be released in select theaters on December 22 by 20th Century Fox before expanding nationwide on January 12, 2018. Visit the official movie website for more information.

Here’s the album track list:

1. The Papers
2. The Presses Roll
3. Nixon’s Order
4. The Oak Room, 1971
5. Setting the Type
6. Mother and Daughter
7. Scanning the Papers
8. Two Martini Lunch
9. Deciding to Publish
10. The Court’s Decision and End Credits
Quelle: http://filmmusicreporter.com/2017/11/29/the-post-soundtrack-details/

 

 

 

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Der Score ist ziemlich kurz geraten, soll nur 40 Minuten lang sein. Bin trotzdem sehr gespannt ... schade, dass Williams Ready Player One nicht machen konnte, denn wir können nicht genug neue Williams Scores bekommen :)

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a ) 40 Minuten reichen - bei fast jedem Score - absolut aus. 

b ) Bedenkt man, dass Williams seit über einer Dekade nur noch das gleiche schreibt, ist ein Score von ihm pro Jahr eigentlich schon zu viel. 

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vor 52 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Bedenkt man, dass Williams seit über einer Dekade nur noch das gleiche schreibt, ist ein Score von ihm pro Jahr eigentlich schon zu viel. 

Für einzelne Geschmackshäppchen ist das doch immer noch prima. "The Adventures of Mutt", "No Man´s Land", "The Adventures of Tintin", "Elegy", "Rey´s Theme" oder "March of the Resistence". Da bringen seine Ersatzleute ja auch nicht unbedingt immer mehr Fleisch auf den Teller, zumal wir davon nach Williams noch lange genug genießen dürfen. Insofern.

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Schöne Einzeltracks sind natürlich immer dabei, ja. Würde da auch noch "Snowy's Theme" aus TINTIN und "Dream Jars" aus THE BFG hinzufügen. Dabei bleibt es dann aber meist auch, und irgendwie ist mir das für einen Komponisten dieses Kalibers zu wenig. 

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Schon. Verstehe ich ja auch. Aber für den Lebensabend ist das ja auch in Ordnung und den Filmen tut es ja in den seltensten Fällen weh. Und die Alternativen für diese Filme - beispielsweise Jurassic Park, Star Wars, Harry Potter - oder die Spielberg Sachen - übertrumpfen sich ja auch nicht unbedingt vor Innovationsfreude. Also von Giacchino oder Newman. Obschon da Giacchino in den letzten Jahren nochmal gut zugelegt hat und Desplat potenziell für einiges auf der Skala nach oben gut ist. Andere Alternativen - außer Silvestri - werden für diese Projekte ja kaum als Möglichkeiten gehandelt.
Und in den letzten zehn Jahren hat er ja hauptsächlich eher süßliche angehauchte Filme gemacht, die er auch schon in den zehn bis zwanzig Jahren zuvor recht ähnlich angegangen ist. Vielleicht ist THE POST ja doch nochmal eine Möglichkeit mehr in Richtung NIXON oder ähnlichem zu gehen. LINCOLN hatte ja durchaus eine gewisse musikalische Reife - ungeachtet der Übersichtlichkeit des Scores.

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Klar, sind das im Falle von Williams in der letzten Jahre eher gediegene Alterswerke. Nichts Aufregendes, aber auch nie unter einem gewissen (hohem) Grundniveau. Das mag für den einen gepflegte Langeweile sein. Ich finde persönlich War Horse und Force Awakens aber als Filmmusiken dennoch ganz wunderbar - vor allem dank ihrer melodischen Inspiration. Insofern freue ich mich auch auf The Post und The Last Jedi, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob beide Musiken wirklich viel Interessantes bieten werden.

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Also melodische Inspiration höre ich ja gerade bei THE FORCE AWAKENS nirgendwo. Das ist alles schon ziemlich abgezirkelt und verläuft in beinahe mathematisch durchgerechneten Bahnen - sogar das so beliebte "Rey's Theme" mit den fast Silvestri-haften harmonischen Wendungen, der schneidige, aber völlig austauschbare Marsch, und das Poe-Thema sowieso...

Finde es auch irgendwie schade, dass unter Filmmusikhörern und -kritikern mittlerweile diese schläfrige Einstellung vorherrscht, besonders das "Gediegene" wie einen konkurrenzlosen 5-Sterne-Gang zu goutieren. "Nichts Aufregendes, aber auch nie unter einem gewissen (hohen) Grundniveau."... ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Jahren solche Sätze schon unter Rezensionen gelesen habe, die dann mit 4- oder 5-Sterne-Wertungen resümieren und Scores wie THE FORCE AWAKENS oder FANTASTIC BEASTS zum Erlesensten und Schmackhaftesten erheben, was die Filmmusik derzeit zu bieten hat. Als wenn's nix anderes mehr gäbe, und man doch gefälligst ein bisschen dankbar sein soll, dass uns Opi mit seinen 85 immer noch was kocht...

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vor 10 Stunden schrieb Mike Rumpf:

Klar, sind das im Falle von Williams in der letzten Jahre eher gediegene Alterswerke. Nichts Aufregendes, aber auch nie unter einem gewissen (hohem) Grundniveau. Das mag für den einen gepflegte Langeweile sein. Ich finde persönlich War Horse und Force Awakens aber als Filmmusiken dennoch ganz wunderbar - vor allem dank ihrer melodischen Inspiration. Insofern freue ich mich auch auf The Post und The Last Jedi, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob beide Musiken wirklich viel Interessantes bieten werden.

Ich höre WAR HORSE, FORCE AWAKENS, LINCOLN, CRYSTAL SKULL und TINTIN überaus gerne und verhältnismäßig oft. Originalität ist für mich kein Wert für sich. :)
Aber gerade weil ich sie auch so gerne mag, will und muss ich sie nach bestem Wissen und Einsatz kritisieren.

vor 7 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Finde es auch irgendwie schade, dass unter Filmmusikhörern und -kritikern mittlerweile diese schläfrige Einstellung vorherrscht, besonders das "Gediegene" wie einen konkurrenzlosen 5-Sterne-Gang zu goutieren. "Nichts Aufregendes, aber auch nie unter einem gewissen (hohen) Grundniveau."... ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Jahren solche Sätze schon unter Rezensionen gelesen habe, die dann mit 4- oder 5-Sterne-Wertungen resümieren und Scores wie THE FORCE AWAKENS oder FANTASTIC BEASTS zum Erlesensten und Schmackhaftesten erheben, was die Filmmusik derzeit zu bieten hat. Als wenn's nix anderes mehr gäbe, und man doch gefälligst ein bisschen dankbar sein soll, dass uns Opi mit seinen 85 immer noch was kocht...

Mal abgesehen davon, dass es zwischen idealisierter Relativierung und - sagen wir mal - adornscher Ablehnung große kritische Potenziale gibt: Was nützt es denn konkret, wenn ich Humbug rufend dem Opa in die Suppe pinkle, anstatt mich des Lebens freuend beim Essen in einen freudigen kritischen Diskurs werfe?
Die Sterne Einschätzungen des gemeinen Hörers wären auch bei 1- bis 3-Wertungen keine Urteile, sondern mehr reaktive Empfindungsausdrücke. Störst du dich konkret an den Wertungen (4- bis 5-Sterne) oder an der Hörfreude mancher zu diesen Musiken?

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vor 9 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Also melodische Inspiration höre ich ja gerade bei THE FORCE AWAKENS nirgendwo. Das ist alles schon ziemlich abgezirkelt und verläuft in beinahe mathematisch durchgerechneten Bahnen - sogar das so beliebte "Rey's Theme" mit den fast Silvestri-haften harmonischen Wendungen, der schneidige, aber völlig austauschbare Marsch, und das Poe-Thema sowieso...

Also was "Rey's Thema" angeht, war ich sehr beeindruckt, dass Williams hier mit dem begrenzten Vorrat der pentatonischen Leiter ein so einprägsames Thema gefunden hat. Dieses Phänomen kann man bei Williams meiner Ansicht nach sehr häufig beobachten, dass er mit altbekannten Mitteln auf scheinbar ausgetretenen Pfaden wandelt und dann immer wieder solche melodischen Perlen hervorzaubert, bei denen man sich fragt: "Wo war denn diese Melodie bisher?" Warum ist sonst noch keiner, der nur auf den schwarzen Klaviertasten rumgeklimpert hat, auf "Rey's Thema" gekommen, wieos gab es den "Raider's Marsch" nicht schon vorher? Hinzu kommt Williams - ja auch vom Jazz beeinflusste - Harmonik. Auch hier ist der Indy-Marsch ein schönes Beispiel: "Viel zu lange" tritt die Musik, der reinen C-Dur-Leiter der Melodie entsprechend, auf C, nur um kurz vor Schluss nach Des auszuweichen.

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Vielleicht ist „gediegen“ auch die falsche Bezeichnung. Das ist gute Filmmusik, die Williams in den letzten zehn Jahren komponiert hat. Nicht mehr und nicht weniger. Und das heißt für mich auch nicht, dass es da nix anderes gäbe, was hörenswert wäre. Aber wo ist denn der Filmkomponist, der derzeit regelmäßig wirklich konzeptuell oder kompositorisch Besseres abliefert? Ich sehe da vielmehr nur Einzelwerke, die aus dem Rahmen fallen, wo es dann meistens auch die zugrundeliegenden Filme tun. Scott Walkers „Childhood of a Leader“, „The Duke of Burgundy“ von Cat’s Eyes oder eben die Greenwood-Musiken halt. Insofern finde ich es nicht abwegig, sich darüber zu freuen, wenn „Opi noch was bewährtes Schmackhaftes kocht“ – gerade im Anbetracht einer generell zu beobachtenden Verflachung der kompositorischen Qualität vieler Filmmusiken. Dass da insbesondere bei Star Wars, Harry Potter und Tolkien auch sehr viel unnötig gehyped wird, geschenkt. Daran muss man sich ja nicht beteiligen.

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Am 1.12.2017 um 12:31 schrieb Mike Rumpf:

Aber wo ist denn der Filmkomponist, der derzeit regelmäßig wirklich konzeptuell oder kompositorisch Besseres abliefert? 

Beltrami liefert seit über 15 Jahren konzeptionell weitaus interessantere Filmmusik als Williams. Kompositorisch ist zumindest einiges davon gleichwertig. 

Am 1.12.2017 um 12:31 schrieb Mike Rumpf:

Und das heißt für mich auch nicht, dass es da nix anderes gäbe, was hörenswert wäre. [...] Scott Walkers „Childhood of a Leader“, „The Duke of Burgundy“ von Cat’s Eyes oder eben die Greenwood-Musiken halt. 

Das merkst du zwar hin und wieder in Foren an - aber Nägel mit Köpfen, in Form von Besprechungen dieser schönen Musiken auf Filmmusik2000, machst du dann doch nicht. Auf Cinemusic.de gibt's zu sowas natürlich eh nichts, und auch auf anderen deutschsprachigen Filmmusikseiten finden sich statt Texten zu Mica Levis JACKIE oder Jonny Greenwoods INHERENT VICE viel eher welche zu THE FORCE AWAKENS oder zu den aktuellen Giacchinos. Allzu viel Offenheit für Musiken abseits des Williams/Giacchino/Desplat/Newman-Establishments wird da in der Tat nicht signalisiert. 

Am 1.12.2017 um 07:28 schrieb Sharp Dressed Man:

Störst du dich konkret an den Wertungen (4- bis 5-Sterne) oder an der Hörfreude mancher zu diesen Musiken?

Siehe Zitat drüber. Daran störe ich mich. 

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Gerade auf Star Wars kann ich seit langer Zeit gut verzichten (höre mir heutzutage eher mal was aus den Prequels an, das klingt auch ab dem 2. Teil weniger "altbacken"). Wenn 'The Post' auf den satten Americanasound zur Abwechslung mal verzichtet, lass ich mich gern auch wieder auf altväterliche Musik ein.

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Gerade bei The Force Awakesn erfreue ich mich auch immer wieder an dem March of Resistance und finde ihn überhaupt nicht "austauschbar" wie Sebastian. Das Thema hatten wir hier schon häufig: Wie oft hört man denn einen Marsch von dieser Qualität in heutiger Filmmusik. Wie oft hört man ein Fugato? Wie häufig hört man denn einen komplexen Jazz-Soundtrack wie Tintin? Wie oft werden denn "Jahrhundertthemen" wie Reys Theme komponiert? Themen, die viele Generationen nach uns noch im Kopf haben werden. Das bedeutet doch alles nicht, dass man nicht offen sein kann für andere Schmankerl wie Carter Burwells Three Billboards Outside. Ich verstehe nicht, warum immer so getan wird, als würden hier zwei grundverschiedene Ansätze miteinander kämpfen.

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vor 1 Stunde schrieb BVBFan:

Gerade bei The Force Awakesn erfreue ich mich auch immer wieder an dem March of Resistance und finde ihn überhaupt nicht "austauschbar" wie Sebastian. Das Thema hatten wir hier schon häufig: Wie oft hört man denn einen Marsch von dieser Qualität in heutiger Filmmusik. 

Na ja, sowas hat Ron Goodwin in den 60er Jahren im Quartal produziert (Where Eagles Dare), dementsprechend würde es hier nicht übertreiben wollen mit dem Alleinstellungsfaktor, nur weil es keine Analogie in der aktuellen Filmmusik findet. Das muss man Teil 1 bis 3 lassen, da ist er, zumindest bei den Klonkriegern und der Rache der Sith, auch mal auf weniger ausgetretenen Pfaden gewandert und die Musiken haben einen eigenen Charakter. Den sehe ich bei dem letzten kaum noch, wahrscheinlich auch, weil die Musik deutlich pragmatischer eingesetzt wurde, weniger 'operativ'. Aber ja, inzwischen wirkt Star Wars eher wie ein Mühlstein um Williams Hals, den er halt nicht mehr los wird - musikalisch wären weniger vorhersehbare Konsumartikel sicherlich ergiebiger für uns alle, aber na ja.

 

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Am 2.12.2017 um 15:15 schrieb Sebastian Schwittay:

Beltrami liefert seit über 15 Jahren konzeptionell weitaus interessantere Filmmusik als Williams. Kompositorisch ist zumindest einiges davon gleichwertig. 

Das merkst du zwar hin und wieder in Foren an - aber Nägel mit Köpfen, in Form von Besprechungen dieser schönen Musiken auf Filmmusik2000, machst du dann doch nicht. Auf Cinemusic.de gibt's zu sowas natürlich eh nichts, und auch auf anderen deutschsprachigen Filmmusikseiten finden sich statt Texten zu Mica Levis JACKIE oder Jonny Greenwoods INHERENT VICE viel eher welche zu THE FORCE AWAKENS oder zu den aktuellen Giacchinos. Allzu viel Offenheit für Musiken abseits des Williams/Giacchino/Desplat/Newman-Establishments wird da in der Tat nicht signalisiert.

Ich mag ja Beltrami auch sehr, aber so viele wirklich zündende Filmmusiken sehe ich da bei allen guten  Ansätzen nicht und auch Beltrami wiederholt sich natürlich. Ich muss allerdings auch zugeben, die jüngsten Beltramis etwas aus den Augen verloren zu haben. Aber eher unbeabsichtigt aus Zeitmangel.

Bzgl. FIlmmusik 2000: Mir ist nicht klar worauf Du hinauswillst. Im letzten Jahr gab es ja durchaus Kritiken zu konzeptuell spannenden Filmmusiken wie Arrival, Vikings oder Westworld. Dass Jackie oder die Greenwoods nicht dabei waren, liegt einzig daran, dass ich die jeweiligen Filme bislang nicht gesehen habe. Aus meiner Sicht eher Zufall, denn Mangel an Offenheit. Aber was hat das mit der eigentlichen Debatte zu tun?

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vor 5 Stunden schrieb sami:

Na ja, sowas hat Ron Goodwin in den 60er Jahren im Quartal produziert (Where Eagles Dare), dementsprechend würde es hier nicht übertreiben wollen mit dem Alleinstellungsfaktor, nur weil es keine Analogie in der aktuellen Filmmusik findet. Das muss man Teil 1 bis 3 lassen, da ist er, zumindest bei den Klonkriegern und der Rache der Sith, auch mal auf weniger ausgetretenen Pfaden gewandert und die Musiken haben einen eigenen Charakter. Den sehe ich bei dem letzten kaum noch, wahrscheinlich auch, weil die Musik deutlich pragmatischer eingesetzt wurde, weniger 'operativ'. Aber ja, inzwischen wirkt Star Wars eher wie ein Mühlstein um Williams Hals, den er halt nicht mehr los wird - musikalisch wären weniger vorhersehbare Konsumartikel sicherlich ergiebiger für uns alle, aber na ja.

 

Ich hätte von Williams auch lieber, thematisch anders gelagerte Musiken gehabt als die x-te Star Wars-Folge. Das ist natürlich ein sehr erwartbarer Klangkosmos. Insofern kann ich den ein oder anderen verstehen, dass ihn das langweilt. Ging mir z.B. bei "Rache der Sith" so, die für mich einen eher geringen Repertoire-Wert besitzt. Vor Force Awakens waren meine Erwartungen ziemlich weit unten. Die Musik finde ich aber hingegen überraschend stark, mit markanten neuen Themen und Motiven, exzellenten Umgang mit den alten Themen und der Williams-üblich sorgfältigen Orchestrierung. Da kann auch ein Goodwin aus den 60ern nicht mithalten, weil es damals meist allein bei schmissigen Themen blieb.

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Zurück zur Wurzel des Threads:

Ich freue mich auf den Soundtrack. Eine weitere Spielberg-Williams-Collaboration ist bei mir immer Willkommen! 

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vor 2 Stunden schrieb Mike Rumpf:

Die Musik finde ich aber hingegen überraschend stark, mit markanten neuen Themen und Motiven, exzellenten Umgang mit den alten Themen und der Williams-üblich sorgfältigen Orchestrierung. Da kann auch ein Goodwin aus den 60ern nicht mithalten, weil es damals meist allein bei schmissigen Themen blieb.

Na ja, Standardkost für die Bösen und ein merkbares neues Thema. Und die EINE Fugato-Passage ist sicherlich NICHT besser order einprägsamer als die entsprechenden Kernstücken aus "Where Eagles Dare", zumal der zuerst da war.

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Am 2.12.2017 um 15:15 schrieb Sebastian Schwittay:

Siehe Zitat drüber. Daran störe ich mich. 

Verstehe.

Ich vertrete die Theorie, dass sich die meisten Leute noch viel zu wenig mit den Musiken zu Star Wars, Harry Potter und sonstigen Blockbuster-Schinken beschäftigen. Ich denke, das ist das eigentliche Problem. Den meisten fällt schon zu diesen eher leicht zugänglichen Werken die Artikulation des Gehörten schwer, da noch viele Verständnisprobleme auftreten. Auch in hohem Maße in diesem Board. Ich glaube, über solche Werke könnte aber bei der richtigen Forcierung erst die Sensibilisierung zur ernsthaften Beschäftigung mit der Musik gesteigert werden. Da ich letztere nicht sehe, halte ich es für nicht verwunderlich, dass viele andere Werke übergangen werden.
Ich würde also eher den Leitgedanken ausrufen wollen: Lieber erstmal den Spatz auf der Hand kultivieren, als die Taube auf dem Dach beobachten.

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vor 4 Stunden schrieb Sharp Dressed Man:

Verstehe.

Ich vertrete die Theorie, dass sich die meisten Leute noch viel zu wenig mit den Musiken zu Star Wars, Harry Potter und sonstigen Blockbuster-Schinken beschäftigen. Ich denke, das ist das eigentliche Problem. Den meisten fällt schon zu diesen eher leicht zugänglichen Werken die Artikulation des Gehörten schwer, da noch viele Verständnisprobleme auftreten. Auch in hohem Maße in diesem Board. Ich glaube, über solche Werke könnte aber bei der richtigen Forcierung erst die Sensibilisierung zur ernsthaften Beschäftigung mit der Musik gesteigert werden. Da ich letztere nicht sehe, halte ich es für nicht verwunderlich, dass viele andere Werke übergangen werden.
Ich würde also eher den Leitgedanken ausrufen wollen: Lieber erstmal den Spatz auf der Hand kultivieren, als die Taube auf dem Dach beobachten.

Interessante Gedanken. Obwohl ich sie nicht bis ins Letzte verstehe. Ich lese schon Sebastians Gegenargumentation: "Es ist in diesen Filmmusiken eben nichts da, womit man sich eingehender beschäftigen kann." ;)

Wie sähe denn eine richtige Forcierung oder eine genauere Beschäftigung mit diesen Werken deiner Meinung nach genau aus? Worauf hört derjenige, der sich genauer mit der Musik beschäftigt und worauf derjenige, welcher sie "oberflächlich" hört?

 

 

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vor einer Stunde schrieb BVBFan:

Interessante Gedanken. Obwohl ich sie nicht bis ins Letzte verstehe. Ich lese schon Sebastians Gegenargumentation: "Es ist in diesen Filmmusiken eben nichts da, womit man sich eingehender beschäftigen kann." ;)

Hihi. Klingt nach einer Möglichkeit.

vor einer Stunde schrieb BVBFan:

Wie sähe denn eine richtige Forcierung oder eine genauere Beschäftigung mit diesen Werken deiner Meinung nach genau aus? Worauf hört derjenige, der sich genauer mit der Musik beschäftigt und worauf derjenige, welcher sie "oberflächlich" hört?

Es gibt da ja verschiedene Punkte. Zum einen geht es um das Benennen von Musik. Das fällt vielen ja noch sehr schwer, auch jenen, die schon ein bisschen musiktheoretische Erfahrung haben. Gleichzeitig sorgt aber das Benennen von Musik in musiktheoretischer Art auch dafür, dass man bestimmte Dinge überhaupt erst als solche wahrnimmt. Beispielsweise gleiche Tonartenverwendung, was Ähnlichkeiten zwischen Werken aufwirft, die man vielleicht vorher gar nicht so wahrgenommen hat. Immer noch dem alten Leitspruch nach: Es sieht ein jeder nur das, was er kennt.
Aber selbst bei den offen und groß diskutierten Soundtracks geht es ja meist in der Gesamtheit kaum über allgemeine Gefühlsaudrücke hinaus, die aber in Wirklichkeit noch viel von der eigentlichen Musik aussparen. Dennoch schreiben viele, weil sie zumindest emotionellen Bezug zu dieser Musik haben. Sie trauen sich auf vertrautem Hörterrain auch ein paar Worte zu verlieren, die aber eben meist sehr rudimentär bleiben. Wenn dann ein anderes Werk kommt, zu dem dieser Bezug fehlt, bleiben auch die Worte aus. Sobald man aber an Sicherheit im Ausdruck und der Wahrnehmung gewinnt, kann man sich eben auch mal in andere Bereiche vorwagen.

Eigentlich müsste jeder, der irgendwie musiktheoretische Bildung hat, wissen, dass sich das Hören einfach verändert bzw. erweitert.

Wer sich auf für die musiktheoretischen oder kompositorischen Aspekte interessiert, muss ja zwangsläufig bei der Beschäftigung mit Star Wars auch über Korngold stolpern. Nur so als ein mögliches Beispiel. Und Stück für Stück erweitert sich das Spektrum.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt auf die Schnelle genau das geschrieben habe, was ich meine, aber ich glaube es macht mehr Sinn, die Leute dazu zu animieren, mehr zu ihren Lieblingen zu sagen, diese mehr zu erfahren und neue Aspekte daran aufzuzeigen, als sie mit anderen zu bemühen.
Ich glaube, es gibt eine Art natürlich Evolution von Interesse. (1) Erst horcht man auf, (2) dann gefällt es einem, (3) dann lernt man es richtig kennen und (4) dann lernt man es im Kontext der anderen Werke kennen. Ich glaube, viele hören nach Schritt 2 auf. Vielleicht müssen da die Versierteren lieber zwischen 2 und 3 vermitteln, als auf 4 zu verweisen. Sozusagen.
Meine Theorie. :)

PS: Es geht mir gar nicht genau darum, dass sich alle in der Musiktheorie bilden. Mehr darum, dass sie im Kontext ihrer Lieblingswerke das notwendige Vokabular kennenlernen, dass mehr als nur ein Fremdwort ist, sondern auch die Beschreibung einer Art und Weise, die zum Verständnis beiträgt.

PS 2: Aber natürlich soll es auch immer Musikempfehlungen geben, selbst wenn diese von vielen nicht aufgegriffen werden. Zumindest nicht in Sprache.

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