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Gast Stephan Eicke

Ennio Morricone

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vor 38 Minuten schrieb theiss1979:

Falls es wirklich so ist, dass das Interview stattgefunden hat, und er damals wirklich solche Aussagen getätigt jat, jetzt aber leugnet und damit nicht zu seinem Wort steht, dann sinkt dieser "alte Kauz" aber einige Stufen in meiner Gunst. 

Ein bisschen gegen Tarantino zu stänkern, ist ja letztlich nicht verkehrt. Auch wenn er ein, zwei gute Filme gemacht hat - es gibt hunderte, nein: tausende bessere Filmemacher als ihn. Da hat Morricone schon recht. Aber dann sollte er auch zu seinen Äußerungen stehen - oder seine Kritik eben von vornherein so sachlich äußern, dass er zwei Wochen später auch noch damit leben kann.

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Diese Schlammschlacht ist sehr spannend ... ich bin auf die Fortsetzung schon neugierig. 

Einiges dürfte eventuell auch einer "freien" Übersetzung zu verdanken sein, denn wir dürfen nicht vergessen, dass das Interview in Italienisch geführt wurde. 

Dieser Fall ist besser als jede Seifenoper ... :D 

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Markus Wippel hat das gerade auf Facebook gepostet..

Zitat

 

A day after saying it stood by the story, Playboy in Germany acknowledged Tuesday that its published interview with Ennio Morricone had “reproduced incorrectly” some of the quotes attributed to the legendary Italian composer.

The magazine did not specify whether the incorrect quotes included comments in which Morricone appeared to disparage Quentin Tarantino as “a cretin” who produced subpar films. But it was those alleged remarks that caused a stir over the weekend and prompted a swift denunciation by Morricone, who said that he had not made them.

Playboy said that new information had caused it to reassess the matter, and blamed the writer, Marcel Anders, for the errors. The magazine also apologized to Morricone, who turned 90 a few days ago.

“Up to now, we have considered the freelancer who conducted the Ennio Morricone interview on our behalf to be a renowned print and radio journalist,” German Playboy editor-in-chief Florian Boitin said in a statement. “In the past, we have had no reason to doubt his journalistic integrity and skills. Based on the information now at our disposal, we must unfortunately assume that the words spoken in the interview have, in part, been reproduced incorrectly.
Quelle: https://variety.com/2018/film/news/playboy-germany-backtrack-ennio-morricone-quentin-tarantino-1203027132/?fbclid=IwAR3-tYEuVztgU8RARjv7oHEMYZnEWntWJDS-X4EAohtBi67RbLxOWMK5aLs

 

 

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Klar, jetzt hat man sein Bauernopfer ausgemacht - der kleine Journalist, der sich bei der Wiedergabe des Interviews "Freiheiten" erlaubt hat oder einfach Fehler gemacht hat ... Also doch Fake-News.

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Sehr seltsam die Geschichte. Der Interviewer kann sich doch nicht alles aus den Fingern gezogen haben. Vielleicht ein paar Übersetzungsfehler - ja. Aber das Morricone nun absolut gar nichts abwertendes gesagt haben soll? Dann wären die Passagen ja wirklich frei erfunden gewesen...

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Hmm ich lese daraus, dass nichts abwertendes über Tarantino und die Oscars gesagt wurde, aber das war ja nicht alles. Während des gesamten Interviews wirkte er ja angepisst von dem ganzen. Dazu auch die Kommentare über die Filmmusik an sich, und auch der über Hans Zimmer. Ich persönlich fand auch seine Bemerkungen über die Übersetzerin alles andere als okay.

Was ich damit sagen will, auch wenn man das mit Tarantino und den Oscars wegnimmt, bleibt nicht viel positives übrig in dem Interview. Wenn es dann heißt, dass Teile davon nicht stimmen sollen.. welche Teile aus dem Interview entsprechen denn nun der Wahrheit?
Aber okay, ich denke mir aber, dass es darauf niemals eine Antwort geben wird. Das wird sich nun alles im Sande verlaufen.. und dann wird da irgendwann Gras darüber wachsen.

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vor 20 Minuten schrieb bimbamdingdong:

wo ist das nachzulesen, was er über hans zimmer und die filmmusik an sich gesagt hat?

Stempel hat das Interview aus dem Playboy komplett in seiner Filmmusikgruppe gepostet.
Es beginnt mit der Popcorn-Frage

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Quelle

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Quelle

 

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Das Interview müsste komplett (!) von Marcel Anders geschrieben worden sein, denn eigentlich ist wirklich jeder Satz ein Rant gegen irgendwas. Da wurde nichts hinzugedichtet, falsch übersetzt, oder was auch immer. Wenn, dann ist es eine vollständige Fälschung - was ich doch eher für unwahrscheinlich halte.

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Diese ganze Situation ist in der tat seltsam ... Ich glaube man wollte mit diesem Rückzieher von Playboy das Gesicht des Maestros wahren und ihm so entgegenkommen. Wahrscheinlich hat er all das im Vertrauen gesagt und es wurde im Interview verwendet um die Auflagenzahlen zu erhöhen, der Schuss ging letztendlich nach hinten los.

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vor 5 Minuten schrieb Csongor:

Diese ganze Situation ist in der tat seltsam ... Ich glaube man wollte mit diesem Rückzieher von Playboy das Gesicht des Maestros wahren und ihm so entgegenkommen. Wahrscheinlich hat er all das im Vertrauen gesagt und es wurde im Interview verwendet um die Auflagenzahlen zu erhöhen, der Schuss ging letztendlich nach hinten los.

Kann gut sein. Der Maestro scheint einfach auch einen richtig, richtig miesen Tag gehabt zu haben. Sei ihm gestattet in dem Alter...

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die antworten sind doch alle aus der klieschee mottenkiste. auch der sprachstil ist für einen mann in diesem alter unterstes niveau. schwer vorstellbar, dass er diesen unsinn tatsächlich erzählt hat...oder er war besoffen.

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vor 6 Stunden schrieb horner1980:

Stempel hat das Interview aus dem Playboy komplett in seiner Filmmusikgruppe gepostet.
Es beginnt mit der Popcorn-Frage

 

 

vielen dank! sehr aufschlußreich über des maestros denke und stückweit arroganz. kann mir nicht vorstellen, daß das alles frei erfunden ist, wie er hier vom leder zieht. hat sich ja zuvor auch schon hin und wieder negativ über tarantino und die academy geäußert, wenn ich richtig erinnere...

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Bald kommt ein Buch auf dem Markt mit dem Titel "Ennio Morricone: In His Own Words", in dem er die Arbeit mit ein paar Regisseuren und auch John Williams, den er respektiert, kritisiert.

Zitat

 

As one of cinema’s greatest composers, he has written the music for hundreds of films, including classics such as A Fistful of Dollars and The Good, the Bad and the Ugly, recreating the wild west of Sergio Leone’s imagination with a soundscape of haunting whistles and cracking whips.

But, after a lifetime’s career in both Hollywood and European cinema, Ennio Morricone is now settling scores of a different kind. In a book based on extensive interviews with the famously private man, he attacks film-makers who, he says, fail to understand the power of music to heighten emotions – and some fellow composers for enabling them to regard a soundtrack as merely “something that plays in the background”.

“There are times … when you get to the recording stage without having the slightest clue as to the director’s expectations,” he says in the book, Ennio Morricone: In His Own Words. Now 90, he recalls the US filmmaker and Halloween director John Carpenter commissioning him to write the score for The Thing: “He hardly said a word.” Don Siegel wanted Morricone’s music for the 1970 western Two Mules for Sister Sara, starring Shirley MacLaine and Clint Eastwood, but “we didn’t communicate much,” he says.

The composer remembers that his fellow Italian Franco Zeffirelli asked for music “devoid of themes, a music of moods and atmospheres”, but “when the music was ready … said, ‘You didn’t write any themes.’”

Roland Joffé, the British-French director behind The Killing Fields, also comes in for sharp criticism from Morricone, who wrote the score for The Mission, which starred Robert De Niro and Jeremy Irons. “What makes it most difficult to compose a score are those directors who need to know and control every detail of their work, and therefore don’t let composers do their job,” he says. “In my career, I have met many of that kind … Joffé, one of the most peculiar under this profile. Relationships must be based on trust.”

The composer, who has adapted his musical style to almost every conceivable movie genre and since 1960 has scored more than 450 films, is kinder to Leone, who, he says, “intentionally left space for the music to be listened to” and adapted his camera movements to its sounds. But he is critical of composers who, he argues, have been complicit in dumbing down their art. “Film composers have themselves underestimated their own contribution and, in so doing, they have made directors and producers accustomed to very fast working times – not the least by resorting to myriads of clichés,” he says.

John Williams, the acclaimed writer of the Star Wars scores, is “an exceptionally gifted composer whom I greatly respect”, but even he is criticised for making “a commercial choice” about the space epic franchise. It was, he says, “understandable, but still commercial. I could not have scored Star Wars in that way”.

He adds: “What seems hazardous to me is to associate a march, no matter how well written, to outer space. Oftentimes, solutions of this sort stem not so much from the lack of creativity or skills, but from mere commercial concerns – as consequences of the rules imposed by the film industry … Speaking both as a composer and a filmgoer, I believe that a rather simplistic standardisation of stylistic choices has made film music less interesting over the years, in terms of both conceptual depth and compositional methods.”

Ennio Morricone: In His Own Words, edited by the composer Alessandro De Rosa, is published by Oxford University Press next month.
Quelle: https://www.theguardian.com/music/2019/feb/23/ennio-morricone-composer-film-makers-directors-cliches-music?fbclid=IwAR1nfrsUqkwj97w8Aw9PPY5gYDLzS1znqB5FmI_gX7fCO1uuyw_7OCgAvN8

 

 

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...und genau dieses Buch war heute in meiner Post - erster Eindruck: phantastisch ! Sehr ausführlich und detailliert, mit Handycode für alle Hörbeispiele - aber ich muss mich da erstmal einlesen. In jedem Fall sehr fundiert und aussagekräftig (nach einem ersten kurzen Querlesen)...

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Mal eine Frage gestellt:

Am Beispiel des DISCLOSURE Soundtracks im Video speziell ab Minute 2:13, erklingt da eine schöne, optimistische, freundliche Tonart und Melodie. Das Gefühl ist ein sehr helles, fast poppiges Stück. Anders kann ich es gerade nicht beschreiben.

Frage: Hat Ennio Morricone sowas ähnliches schon einmal komponiert? Also jetzt nicht ein "schönes Stück", was wehleidig, traurig, schmalzig, sehnsuchtsvoll klingt wie Deborah´s Theme aus "Once upon..." oder Gabriels Oboe aus "The Mission", oder solche bekannten Auskopplungen, sondern so etwas wie Freiheit, Fröhlichkeit, Finale, frei wie ein Vogel schweben, ausdrückt?

Gibt es da einen Tipp von euch? Vielen Dank!

 

 

 

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