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Marcus Stöhr

Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)

Empfohlene Beiträge

Am 22.4.2017 um 13:18 schrieb Valentin Berger:

Höre gerade: BEAUTY AND THE BEAST (2017) - Alan Menken

 

 

Ich hab die CD eingelegt und gleich nach dem ersten Titel sauer abgeschaltet. Mir ist diese Fassung ..naja .. zu modern. Mir fehlt schon ab den ersten Titel das Märchenhafte, was Menken im alten Disney Trickfilm hervorragend rüberbringen konnte und jetzt alles auf "modern frisiert". Sehr schade, war ich doch voller Hoffnung, er hat die alten Sachen belassen  wie sie waren und nur an der Qualität geschraubt.:(

Jetzt liegt die CD in der Ecke und wir schauen uns gegenseitig finster an. Ich geb der Scheibe sicherlich noch ein zweites Mal eine Chance, das sage ich ihr bloß noch nicht. ;)

 

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vor 55 Minuten schrieb Luke:

Ich hab die CD eingelegt und gleich nach dem ersten Titel sauer abgeschaltet. Mir ist diese Fassung ..naja .. zu modern. Mir fehlt schon ab den ersten Titel das Märchenhafte, was Menken im alten Disney Trickfilm hervorragend rüberbringen konnte und jetzt alles auf "modern frisiert". Sehr schade, war ich doch voller Hoffnung, er hat die alten Sachen belassen  wie sie waren und nur an der Qualität geschraubt.:(

Jetzt liegt die CD in der Ecke und wir schauen uns gegenseitig finster an. Ich geb der Scheibe sicherlich noch ein zweites Mal eine Chance, das sage ich ihr bloß noch nicht. ;)

 

Welchen ersten Track hast du denn gehört? Den ersten Track des Mixed Albums (inkl.Songs) oder der zweiten CD des Deluxe Albums (reiner Soundtrack). Da besteht ein himmelweiter Unterschied. Bei mir läuft nur das Soundtrack Album.

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Welchen ersten Track hast du denn gehört? Den ersten Track des Mixed Albums (inkl.Songs) oder der zweiten CD des Deluxe Albums (reiner Soundtrack). Da besteht ein himmelweiter Unterschied. Bei mir läuft nur das Soundtrack Album.


Richtig. Die zweite Scheibe. Und wenn, dann auch nur die.
Ich bin mir ziemlich sicher, ich hafte zu sehr an alten Erinnerungen. Meine Frau hat meine Enttäuschung nicht nachvollziehen können.

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vor 2 Stunden schrieb Lars Potreck:

ich kenn weder den zeichentrickfilm noch die musik dazu, aber die neue version gefällt mir sehr. hab an den songs nix auszusetzen und der score klingt wirklich toll.

Ist vielleicht auch besser. Dieses ewig vergleichen zwischen Alt und Neu...es macht nicht wirklich glücklich. 

Ist wahrscheinlich ähnlich der Diskussion Buch und den Film dazu. 

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Ich finde die Scores zum Zeichentrickfilm und zum Film sind großartig ... Die Animation-Songs sind fantastisch, sie wurden auch von einigen der besten Musical Sänger und Sängerinnen eingesungen ... Die Songs des Filmes sind ja leider auf X-Factor-Niveau und ziemlich gefühlsarm. 

Wenn sie den ersten und letzten Track der ersten CD auch noch auf CD 2 (Score) drauf gepackt hätten, wäre das Score-Album perfekt!

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ich persönlich finds immer toll, wenn die schauspieler selbst singen. und in diesem fall, auch wenn eventuell technisch etwas nachgeholfen, überzeugt mich das resultat. die melodien und emotionen stimmen für mich.

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Ich höre gerade Blackwood von Lorne Balfe. Den Film kenne ich nicht. Ist eh nicht mein Genre.

Aber der Score hat seine Ohrwurmmomente. Hier mein persönliches Highlight:

Das Hauptthema gefällt mir sehr gut und ich erinnere mich, die Orgel in Interstellar gehört zu haben. Jetzt stellt sich die Frage, was war vorher da.

Reinhören lohnt sich.

 

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Höre in Dauerschleife Hugo Montenegros "Hurry sundown" in der Intrada Fassung. Unglaublich mitreißende Musik zu einem mir völlig unbekannten Südstaatendrama, die mich stark an Partituren von Elmer Bernstein erinnert. Absolute Kauf- und Hörempfehlung.

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höre gerade folgendes album

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Moana - Mark Mancina, Lin Manuel Miranda & Opetaia Foa'i

nachdem ich kürzlich den wirklich gelungenen film gesehen habe schätze ich den soundtrack nun noch mehr. die songs und der score erzeugen eine unglaublich intensive atmosphäre. es kommt tolles südpazikfeeling auf. die melodien der songs sind schön anzuhören und der score greift diese auch auf. die texte der songs treiben die handlung gut voran, somit sind die sings nicht einfach so in den film geschmissen. score und songs gehen bei diesem film sehr hand in hand. mancina hat hier kein großes hauptthema für den film komponiert. also ein Tarzan, Brother Bear oder Planes wird man hier nicht vorfinden. dennoch ist der score thematisch und motivisch. themen werden hauptsächlich aus den songs abgeleitet, jedoch finden sich auch einige typische mancina motive. ein highlight ist unter anderem die actionmusik, die zum teil auch eine hommage an den score aus Mad Max: Fury Road ist. die dazugehörige szene ebenso. das album muss man sich in einem rutsch anhören, damit sich die wirkung komplett entfalten kann. bei diesem album wäre es sogar sinnvoll gewesen songs und score zu mischen, vielleicht sogar in filmreinfolge. im film kommt das nämlich wie aus einem guss. meiner meinung nach ein sehr unterschätzter soundtrack und einer der besten animationfilmsoundtracks der letzten zeit.

ich habe hier mal als kostprobe eine suite gebastelt. auch 2 songs habe ich mit untergebracht, aber so, dass sie zum instrumentalteil und dem fluss der suite passen. ich hätte gerne noch 2 songs mehr verwendet, aber dies hätte abgehackt gewirkt und wäre auch zu lang geworden. ich denke aber, man kann sich einen guten eindruck von der musik verschaffen.

 

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Basil Poledouris
The Legend of: Butch & Sundance

Wer „Lonesome Dove“ von P. kennt, wird diesen hier auch lieben.
Nicht ganz so episch wie „Open Range“ von M. Kamen, aber ein kleiner feiner Westernscore, den man, einmal gehört,
nicht wieder vergißt. Schöne Führungen der Titel durch Gitarre, Geige, Banjo.
Die geplante Serie, kam damals leider nicht über den Pilotfilm hinaus.

Der letzte Score des Komponisten Poledouris; bevor dieser an Krebs verstarb.
(Was hätte der Mann wohl noch alles an Musik erschaffen können)

 

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im moment läuft

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Honigfrauen - Dominik Giesriegl & Johannes Brandt

habe kürzlich den 3-teiler gesehen und war überrascht, wie gelungen die filmmusik ist. schöner mix aus orchestermusik, vielen passagen mit soloinstrumenten und auch etwas elektronik ist vorhanden. die musik deckt sommerfeeling, unbekümmertheit, melancholie, dramatik und spannung vielfältig ab. die elektronik wird hauptsächlich für suspensepassagen verwendet, aber sehr dezent eingesetzt und gemixt mit soloinstrumenten. das orchester ist für das sommerfeeling und die liebe verantwortlich. und dann gibt es noch musikpassagen ala Friday Night Lights, Catch And Release, Im Winter ein Jahr, etc von gitarre und klavier dominiert. ab und zu einige vocals oder auch solostreicher hinzugefügt. hauptsächlich wird die musik für die melancholischen und dramatischen szenen eingesetzt. schön an der gesamten musik ist, dass sie immer thematisch oder motivisch daherkommt. kitschige oder schwülstige momente, die man in so einem tv film erwarten könnte, fehlen hier glücklicherweise gänzlich. meiner meinung nach eine rundum gelungene filmmusik zu dem ebenso gelungen 3-teiler.

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Wild, sinnlich, eigenwillig, einzigartig, faszinierend. Diese Vokabeln fallen mir spontan ein, wenn ich die Filme des französischen Regisseurs Jean Rollin beschreiben soll. Und wenn ich daran denke, wie viele Hebel ich seinerzeit in den 90er Jahren in Bewegung gesetzt habe, um an obskure, ausländische Videofassungen seiner Filme zu kommen... Damals hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass diese vermeintlich unvermarktbaren Werke jemals in solch aufwendigen Heimkino-Auswertungen erscheinen würden, wie es heute der Fall ist.

Die CD von Lucertola traf damals durchaus eine Mitschuld an meiner Neugier und Begeisterung für diesen Ausnahme-Regisseur. Die fünf vorgestellten Soundtracks auf diesem Sampler transportieren die eingetümliche Stimmung von Rollins Bildern perfekt. In "Frisson des Vampires" treffen die an Stummfilm-Ästhetik erinnernden Bilder von Gruften und Grabsteinen im Gegenlicht, von Vampir-Mädchen mit Kerzenleuchtern auf schmuddeligen Progressiv-Rock der Gruppe Acanthus. Aber dennoch melodisch und mit Struktur. Sieben Tracks gibt´s davon zu hören.

Für "La Rose de Fer", einen der visuell schönsten Filme aller Zeiten (und das ist keine Übertreibung!), komponierte Pierre Raph einen minimalistischen, melancholischen Score mit Stimm- und Echoeffekten. Gerade die kurzen ersten Tracks, von Klavier und E-Gitarre intoniert, entfalten eine große suggestive Kraft, wenn Rollins Handkamera die trostlos-fauligen Ecken einer namenlosen Stadt ablichtet, oder wenn sich ein Liebespaar auf einer Lok (!) im Morgendunst zu den Anfangstiteln in den Armen liegt. Mit gerade mal knappen 10 Minuten ein sehr kurzer Score, der damit allerdings komplett ist. Jedenfalls ist mir im Film keine weitere Musik aufgefallen.

Die letzten drei stammen von Philippe d´Aram und haben einiges zu bieten: "Fascination" leitet mit einem Chororgel-Arrangement, dass sehr an die Popol-Vuh-Musik zu "Aguirre" erinnert, ein. Gefolgt von einem gespenstisch-morbiden Walzer. Bass und Spinett tragen eine düstere Elegie in "La Morte Vivante" vor. Die 18 Minuten "Perdues dans New York" schließlich erinnern an die Synthie-Ensemble-Musik, die Maurice Jarre in den 80ern gerne komponiert hat. Manches klingt wie aus einem Actiondrama jener Dekade, und kann auch Hören empfohlen werden, die organisch gewachsene, in sich geschlossene Scores bevorzugen und den Klängen der 80er nicht abgeneigt sind.

Das trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber das filmlische Oeuvre von Jean Rollin ist mit diesem Querschnitt schon sehr gut musikalisch erfaßt. Es fehlt nun eigentlich nur noch D´Arams traumhafte Komposition zu "Fiancee de Dracula". Das Schlußthema wird keiner so schnell vergessen, der diesen Film mal gesehen hat.

Alles in allem eine wunderschöne, mit Herzblut produzierte CD, die den späteren Ausgaben von FindersKeepers, die freilich auch ihre Qualitäten haben, vorzuziehen ist.

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Ennio Morricone - L'uomo delle stelle (1995)

Feiner Score des Meisters; mal verschmitz zum Lächeln, dann wieder traurig, alles mit kleinem Orchester. Was zu der Geschichte des Filmes passt.

Durchweg anhörber, ohne langweilig zu werden. Mir gefällt er.

 

 

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:music:: Brian Tyler - STANDING UP (2013)

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Abseits des ganzen Power-Ranger-, mutierte Schildkröten-, Blechkarren- und Comic-Helden-Getöses fabriziert der gute Brian solch eine gefühlvolle, mitreißende und zu Herzen gehende Perle, das einem vor Erstaunen schier der Mund offen stehen bleibt. Ein bißchen thomasnewmanelt es zwar zwischendurch, aber das tut dem Genuß, den man beim Lauschen dieses Ausnahmescores zu einem Teenie-Initiationsdrama hat, keinerlei Abbruch. Herr Tyler... bitte in Zukunft mehr davon!

 

 

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vor 3 Stunden schrieb Thomas Nofz:

:music:: Brian Tyler - STANDING UP (2013)

Abseits des ganzen Power-Ranger-, mutierte Schildkröten-, Blechkarren- und Comic-Helden-Getöses fabriziert der gute Brian solch eine gefühlvolle, mitreißende und zu Herzen gehende Perle, das einem vor Erstaunen schier der Mund offen stehen bleibt. Ein bißchen thomasnewmanelt es zwar zwischendurch, aber das tut dem Genuß, den man beim Lauschen dieses Ausnahmescores zu einem Teenie-Initiationsdrama hat, keinerlei Abbruch. Herr Tyler... bitte in Zukunft mehr davon!

 

Klingt toll - Da muss irgendein Ghost-Writer mitgemischt haben...;)

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Ich muss mal eine Lanze für Djawadi brechen:

Ich höre viel beim tägliche Fahrradfahren und dieser Score ist dabei eine wahr Freude.

Action, Geschwindigkeit, Rhythmus .. das volle Paket.

Beginnt der Nameless Order mit Chor und langsam nimmt er schon ziemlich schnell Fahrt auf und animiert den Hörer zum Kopfnicken ;)

Mir egal wie gut oder schlecht der Film dazu ist: Der Soundtrack macht Spaß und das nicht nur ein paar Liedchen, sondern das ganze Album durch.

Einfach mal den ersten Titel laut anspielen und schon fließt der Rest von selbst :D

   

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Am 6.5.2017 um 17:39 schrieb Thomas Nofz:

:music:: Brian Tyler - STANDING UP (2013)

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Abseits des ganzen Power-Ranger-, mutierte Schildkröten-, Blechkarren- und Comic-Helden-Getöses fabriziert der gute Brian solch eine gefühlvolle, mitreißende und zu Herzen gehende Perle, das einem vor Erstaunen schier der Mund offen stehen bleibt. Ein bißchen thomasnewmanelt es zwar zwischendurch, aber das tut dem Genuß, den man beim Lauschen dieses Ausnahmescores zu einem Teenie-Initiationsdrama hat, keinerlei Abbruch. Herr Tyler... bitte in Zukunft mehr davon!

 

 

Ahhhh....Wenn auch generisch - genau mein Fall! Dieser Brian Tyler kann ja doch richtig gute Musik schreiben! Wenn man die Musik so hört, dann muss doch eines der beiden Kinder am Ende draufgehen oder?  (bitte nicht spoilern) :D

Man hat direkt noch mehr Lust auf den Soundtrack, wenn man die kurze Laufzeit sieht.

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vor 2 Stunden schrieb BVBFan:

Ahhhh....Wenn auch generisch - genau mein Fall! Dieser Brian Tyler kann ja doch richtig gute Musik schreiben! Wenn man die Musik so hört, dann muss doch eines der beiden Kinder am Ende draufgehen oder?  (bitte nicht spoilern) :D

Man hat direkt noch mehr Lust auf den Soundtrack, wenn man die kurze Laufzeit sieht.

Gespoilert wirst du nur, wenn du dir die DVD aus den Ausland bestellst. Der Film aus dem Jahre 2013 von D.J. Caruso, mit dem Tyler ja schon öfters zusammengearbeitet hat (zuletzt für die Tripple X Fortsetzung) erschien bisher hier in Deutschland weder im Kino noch auf DVD oder BluRay. Scheint fast so, als ob man den für den deutschen Markt ausgelassen hat, Was schade ist.. ich mag solche Geschichten, wie der Film sie erzählt.

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höre gerade

TREVOR RABIN MIX

auf http://www.hans-zimmer.com/index.php?rub=rcpmember&numid=23

sehr schöne zusammenstellung von fast allen rabin arbeiten im filmmusikbereich. zwar meistens nur ein stück, aber dafür sind es überwiegend längere suiten. schön dabei ist, dass auch musik aus unveröffentlichten scores dabei ist. sehr viele sogar. neben sehr bekannten sachen sind dann auch meiner meinung nach gelungene tracks wie Homegrown Suite, Texas Rangers Suite, ein Stück aus Bad Boys II, Coach Carter Suite, Glory Road Suite (letztendlich das komplette filmfinale), eine erweiterte Fassung der The Guardian Suite sowie auch die G-Force Suite dabei. leider fehlen 5 Days Of War sowie seine Main Themes zu Soldiers of Fortune Inc. sowie E-Ring. alles tolles thematisches material, leider teilweise aber auch mit dem makel des synthetischen klangs, den leider doch einige rabin arbeiten unverständlicherweise haben. trotzdem für einen rabin fan alles schwer unterhaltsame musik, die auch zeigt, dass rabin ein talentierter "tunesman" ist.

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Monstrous Movie Music hat sich mit dieser Sammlung einmal nicht – wie es der Name des Unternehmens vermuten lässt – um Musik zu Science-Fiction- und Horrofilmen der B-Sparte gewidmet, sondern der Musik zu drei (genauer gesagt: zweieinhalb) Westernfilmen, die nicht minder obskur sein dürften als die Titel, mit denen das Liebhaberlabel sonst so seinen Katalog füllt. Zu Gehör gebracht werden hier drei Musiken von Komponisten, die man wahrscheinlich weniger zu den "Meistern" rechnen könnte wie Max Steiner oder Miklós Rózsa, sondern hauptsächlich der Kategorie "Handwerker". Wenngleich sie vielleicht über weniger Originalität und vielleicht auch Talent verfügten als ein Korngold, ein Alfred Newman oder Bernard Herrmann, ist es umso bewundernswerter, welche Ergebnisse sie unter den noch viel widrigeren Bedingungen der zweitklassigen Filmproduktionen zu erzielen im Stande waren, weshalb dieses Doppel-CD-Set auch abseits der filmmusikhistorischen Studie viel Freude bereitet. Es ist beeindruckend, wie alle drei es schaffen, ihren rund 25 Mann starken Orchestern so viel abzuverlangen, dass man das Gefühl hat, einem voll besetzten Orchesterapparat zu lauschen.

Den Auftakt macht die wahrscheinlich vollständige Musik zu THE GREAT JESSIE JAMES RAID von Bert Shefter, der wegen ihrer Laufzeit von einer knappen Stunde (inklusive diegetischer Musik) und als Begleitung des einzigen Farbfilms dieser Sammlung die erste CD einberäumt wurde. Shefters im Vorspann noch glorios eingeführtes Thema (inklusive Klipp-Klopp-Holzblöcken) erklingt im Verlauf der Musik häufig sehr aggressiv in tiefer Lage. Neben einigen klischeehaften Actionpassagen gibt es auch charmant-tänzerische Familienatmosphäre zu Beginn und ein "lustiges" Fagottsolo für einen trotteligen Charakter.

THE BARON OF ARIZONA ist nur ein "halber Western", handelt es sich sich doch um einen Abenteuerfilm um einen Schwindler, der sich als Besitzer des US-Staats ausgibt. Mehrere Szenen des Films begleiten den Hochstapler Reavis bei der Fälschung seines Stammbaums in Europa, was Paul Dunlap die Gelegenheit bescherte, einige Zigeunerfolklore zu komponieren. Ansonsten gestaltet sich die Musik zu THE BARON OF ARIZONA sehr vieseitig, alle Facetten eines Golden-Age-Abenteuerfilms werden bedient: schmachtende Streicher für die Liebesszenen, ein triumphales Hauptthema (das ein bisschen an Goldsmiths INCHON erinnert bzw. umgekehrt), vom Blech getriebene Actionpassagen und grimmige Suspense.

Den Abschluss machen die überlebenden 20 Minuten aus Albert Glassers Musik zu LAST OF THE WILD HORSES. Glasser nutzte den Vorspann nicht, um ein westernhaftes Hauptthema einzuführen, sondern vertonte ihn wie eine Actionsszene oder eine Vorspannmusik zu einem Monsterfilm. Vielleicht wollte der Komponist hier schon einmal die Action liefern, die dem Film fehlt. Auch die Actionpassagen gestalten sich als furioses Orchesterspektakel (und das bei nur etwas mehr als 20 Musikern!). Doch lässt Glasser auch nicht lyrische Passagen und einige Dramatik vermissen.

Die Aufnahmen klingen bemerkenswert gut, wenn man bedenkt, dass sie bereits 70 Jahre auf dem Buckel haben. Das Booklet ist sehr informativ gehalten, reich bebildert und ansprechend formuliert. Man erhält viele Hintergrundinformationen über die Produktionen und merkt schnell, dass Liebhaber am Werk waren. Für diese ist das Set offensichtlich auch gedacht. Letzten Endes handelt es sich hier eben um Filmmusik aus den 50ern: kompetent gemacht, aber fast jede musikalische Geste, jeder melodische Einfall, ist Plattitüde oder Floskel. Mit haben diese knapp zwei Stunden Musik in den letzten Wochen viel Freude bereitet. Es ist schön, mal wieder in die (musikalische) Welt der naiven Gut-gegen-böse-Western einzutauchen.

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