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James Newton Howard


Gast Elrond79
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Thomas hat das schon richtig verstanden. Ich finde an der Musik nicht viel, für mich ist das routinierter Standard mit einigen wenigen netten Momenten, ähnlich wie etwa auch seine KING KONG-Musik.

Überhaupt ist James Newton Howard für mich kein besonders interessanter Komponist (mehr) - in den frühen Neunzigern hat er noch recht originelle Sachen abgeliefert (FALLING DOWN, FLATLINERS, auch WATERWORLD ist prima), aber in den letzten Jahren ist er einer oberflächlichen Pop-Sinfonik verfallen, an der ich nur noch selten etwas finden kann. Positive Ausnahmen gibt es natürlich, I AM LEGEND hatte etwa einige schöne, luftig-klassizistisch anmutende Elemente und vor allem ein sehr schönes Thema. Bei vielen anderen Sachen drehe ich allerdings schon nach einigen Minuten genervt ab - mir einfach zu wässrig und zu konventionell.

"Routinierter Standard" ist es doch aber nur, weil Howard gut ist und einen Stil hat.

WATERWORLD wurde schon einmal direkt im Vergleich zu KING KONG erwähnt, und ich muss sagen, dass mir Kong sehr viel besser gefällt. Ich habe beide Scores eine Zeit lang direkt verglichen und ich könnte nicht behaupten der eine mache etwas besser als der andere. Aber Kong gefiel mir plump gesagt klanglich und kompositorisch sehr viel besser. Daran ändern die Highlights von Waterworld, die es zweifelsohne gibt, wenig.

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"Routinierter Standard" ist es doch aber nur, weil Howard gut ist und einen Stil hat.

Ist das gleiche wie mit John Debney. Dessen Stil (ich BIN der Meinung, er hatte damals in den 90ern eine Stil!) hört heute keiner mehr in seinen neuen Musiken, seit Jahren. Genau das gleiche mit Howard, eine seiner letzten tollen Musik war vielleicht Hidalgo, Peter Pan oder sowas. Seit den letzten Jahren höre ich kaum noch irgendwas, was er damals in Waterworld, oder etwa seinen Disneys, anklingen ließ, aus dem Grunde, weil es heute nicht mehr passt.

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Ist das gleiche wie mit John Debney. Dessen Stil (ich BIN der Meinung, er hatte damals in den 90ern eine Stil!) hört heute keiner mehr in seinen neuen Musiken, seit Jahren. Genau das gleiche mit Howard, eine seiner letzten tollen Musik war vielleicht Hidalgo, Peter Pan oder sowas. Seit den letzten Jahren höre ich kaum noch irgendwas, was er damals in Waterworld, oder etwa seinen Disneys, anklingen ließ, aus dem Grunde, weil es heute nicht mehr passt.

The Last Airbender sollte wieder Disney/Waterworld Feeling haben trotz MKS. Wenn sie das Feeling der Serie rüberbringen wollen, welches sehr abenteulich und episch daherkommt. Gott ich will kein zweiten Dragonball Evolution, weder filmisch noch musikalisch.;)

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Thomas hat das schon richtig

Überhaupt ist James Newton Howard für mich kein besonders interessanter Komponist (mehr) - in den frühen Neunzigern hat er noch recht originelle Sachen abgeliefert (FALLING DOWN, FLATLINERS, auch WATERWORLD ist prima), aber in den letzten Jahren ist er einer oberflächlichen Pop-Sinfonik verfallen, an der ich nur noch selten etwas finden kann.

Finde ich absolut nicht nachvollziehbar. Erst mit den späten 90ern hat Howard kompositorische Entwicklung bewiesen, davor war das meiste sowohl von der Konzeption als auch von der Orchestration eher dünne.

Das angesichts der musikalischen Großwetterlage in Hollywood verstärkt "ausgedünnt" wird, sei's drum. Aber wenn er ein Konzept hat (was 'Lady in the Water' auf alle Fälle hatte), ist er weit ausgefeilter als er es früher je hätte sein können.

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"Lady in the Water" ist einer meiner Lieblings-Scores von JNH.

JNH kann mittlerweile (was ich ihm lange Zeit, ehrlich gesagt, nicht zugetraut hatte), "langsame", meditative Stücke mit fesselnder melodischer Struktur ("Charades") und viel Atmosphäre genauso komponieren wie atemberaubende, komplexe Action-Tracks, die es fast mit John Williams aufnehmen können ("The Great Eatlon"). "Lady in the Water" kombiniert beides in vortrefflicher Weise. Früher war ich kein so grosser JNH Fan, aber mittlerweile bin ich es.

Ich bin schon gespannt auf seine nächsten Werke.

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"Lady in the Water" ist einer meiner Lieblings-Scores von JNH.

JNH kann mittlerweile (was ich ihm lange Zeit, ehrlich gesagt, nicht zugetraut hatte), "langsame", meditative Stücke mit fesselnder melodischer Struktur ("Charades") und viel Atmosphäre genauso komponieren wie atemberaubende, komplexe Action-Tracks, die es fast mit John Williams aufnehmen können ("The Great Eatlon"). "Lady in the Water" kombiniert beides in vortrefflicher Weise. Früher war ich kein so grosser JNH Fan, aber mittlerweile bin ich es.

Ich bin schon gespannt auf seine nächsten Werke.

Charades halte ich für eines der schönsten postminimalistischen Stücke überhaupt. Wie sich da - fast schon einer grossen Fuge gleich - die Klangmuster jagen um dann gemeinsam in eine andere Tonart umschlagen herrlich!

An Lady in the Water stört mich eigendlich nur der Schluss: Keine Themenrückführung, wie man sie bei einem solch symphonischen Werk erwarten würde, sondern ein - zumindest rein musikalisch - mich eher irritierender Übergang in ein Stück von Bob Dylan. Und dann ganz am Ende der nun gar nicht passende Pop-Song. Aber was solls, dieser Score rangiert schon mal wegen dem tollen Intro und natürlich ganz besonders wegen Charades direkt hinter Signs.

Signs hat ein mir mehr liegendes symphonisches Konzept. Dafür brilliert Lady in the Water mit besseren Einzelsätzen.

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  • 1 Monat später...

Von Howard kenne ich meiner Meinung nach nur King Kong und das auch nur filmtechnisch. Kann auch sein, dass ich unbewusst noch andere Sachen von ihm kenne....höre zwar gerne Filmmusik, aber wenn es um Komponisten geht, bin ich noch ein absoluter Frischling.

Auch wenn ich King Kong nur aus dem Film und nicht als Musik alleine kenne, denke ich, dass er sehr schön ist.

Werde bei diesem Komponisten bestimmt auch noch tiefer auf Tauchgang gehen

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  • 8 Monate später...

Im Booklet der Expanded Archival Collection von "The Fugitive" habe ich eine eigenartige Anmerkung von Regisseur Andrew Davis entdeckt:

James had this reverence for certain composers. He liked Jerry Goldsmith a lot - I think he is better than Goldsmith. I think James has more range! Goldsmith, rest in peace, would write a theme and do it over and over - James is much more diverse in that sense.

Nun ist es ja keine Überraschung, dass Regisseure oftmals nicht wirklich viel Ahnung von Filmmusik haben bzw sich nicht so sehr damit beschäftigen, aber diese Aussage ist doch schon ziemlich hart. Ein Funken Wahrheit steckt schon darin, natürlich war der 90er-Jahre-Goldsmith, mit dem Davis dann bei "Chain Reaction" zusammenarbeitete (und ihn im Booklet der CD auch überschwänglich lobt, soviel dazu :eek:), nicht mehr der 70er- oder 60er-Jahre Goldsmith, der wesentlich experimenteller war. Der 90er-Jahre Goldsmith war ein Routinier, während Howards Stern gerade zu steigen begann.

Davis hatte als Regisseur ebenfalls nicht wirklich immer ein glückliches Händchen, "Collateral Damage" dürfte nicht nur Arnolds Tiefpunkt sein, sondern auch Davis´. Bei seinen letzten Filmen sucht man JNH ebenfalls vergebens, er hatte Leute wie Graeme Revell und Trevor Rabin. Ohne jetzt böswillig zu sein, aber sind die beiden besser als JNH, Mister Davis? ;)

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Im Booklet der Expanded Archival Collection von "The Fugitive" habe ich eine eigenartige Anmerkung von Regisseur Andrew Davis entdeckt:

Nun ist es ja keine Überraschung, dass Regisseure oftmals nicht wirklich viel Ahnung von Filmmusik haben bzw sich nicht so sehr damit beschäftigen, aber diese Aussage ist doch schon ziemlich hart. Ein Funken Wahrheit steckt schon darin, natürlich war der 90er-Jahre-Goldsmith, mit dem Davis dann bei "Chain Reaction" zusammenarbeitete (und ihn im Booklet der CD auch überschwänglich lobt, soviel dazu :eek:), nicht mehr der 70er- oder 60er-Jahre Goldsmith, der wesentlich experimenteller war. Der 90er-Jahre Goldsmith war ein Routinier, während Howards Stern gerade zu steigen begann.

Davis hatte als Regisseur ebenfalls nicht wirklich immer ein glückliches Händchen, "Collateral Damage" dürfte nicht nur Arnolds Tiefpunkt sein, sondern auch Davis´. Bei seinen letzten Filmen sucht man JNH ebenfalls vergebens, er hatte Leute wie Graeme Revell und Trevor Rabin. Ohne jetzt böswillig zu sein, aber sind die beiden besser als JNH, Mister Davis? ;)

Also hat Davis es in seiner unsäglichen Naivität nicht geschafft etwas tolles über Howard zu sagen, ohne den Respekt gegenüber eine Legende über Bord zu werfen. Einfach den Mund zu halten, wäre eigentlich auch eine Option gewesen. :D

...Ich glaube kaum, dass Howard dieses Statement gemocht hat, da Davis Goldsmith sozusagen demontiert hat.

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...er hatte Leute wie Graeme Revell und Trevor Rabin. Ohne jetzt böswillig zu sein, aber sind die beiden besser als JNH, Mister Davis? :eek:

grad wenn du solche filme machen musst kannst es dir glaube ich nicht wirklich aussuchen wer die musik machen soll. produzenten reden da schon seit eh und je rein. Kamen wurde Cronenberg zb auch von Dino de Laurentis für DEAD ZONE aufgedrückt. is ja nun wirklich nix neues.

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grad wenn du solche filme machen musst kannst es dir glaube ich nicht wirklich aussuchen wer die musik machen soll. produzenten reden da schon seit eh und je rein. Kamen wurde Cronenberg zb auch von Dino de Laurentis für DEAD ZONE aufgedrückt. is ja nun wirklich nix neues.

Ist mir schon klar, war ja auch nicht so ernst gemeint, deswegen auch der Smiley. :eek:

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Von Howard kenne ich meiner Meinung nach nur King Kong und das auch nur filmtechnisch. ... Werde bei diesem Komponisten bestimmt auch noch tiefer auf Tauchgang gehen
JNH hat sich bei mir persönlich in meine oberste Favo-Liste gespielt. Einfach klasse, was der Mann zaubert.

Bei mir gehört James Newton Howard schon seit Waterworld zu meinen Favoriten.

Einige seiner nennenswerten Scores wären Waterworld, Wyatt Earp, Devil's Advocate, I am Legend, Defiance, Lady in the Water, The Village, Snow falling on Cedars und

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  • 5 Monate später...

Der schon bald zu den Altmeistern zählende Komponist überrascht noch immer.

SIGNS ist grandios.

In den 90er und 2000er war JNH bei mir nicht so "haften" geblieben.

Aber immer wieder blieb was zurück, was ich dann doch immer wieder herauskramte.

Mit THE VILLAGE fing es an.

Die einfache Melodie setzt er so schlicht aber gekonnt ein. Das musste ich dann doch

immer wieder hören.

Das machte ihn für mich einzigartig. SIXTH SENSE war älter, aber der war ebenfalls beeindruckend (leider zu wenig Musik auf dem Album).

Immer mal wieder kommt dann so was sehr mainstream angepasstes wie Peter Pan oder NannyMcPhee.

Aber einer der ganz großen!

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  • 6 Monate später...

Hier sind mal 2 Sachen aus dem letzten Ed Zwick Film "Love and other Drugs".

Der erste Track hätte auch aus Duplicity kommen können, das Love Theme gefällt mir recht gut mit den Vocals und dem Klavier.

Im Film ist allerdings wenig Score vorhanden, da wird es wie schon bei Shopaholic schwierig werden ein Score Album zu veröffentlichen.

[ame]

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[ame]

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  • 7 Monate später...

JNH ist einfach genial. Mein absoluter Lieblings-Score von ihm ist THE VILLAGE. GREEN LANTERN finde ich aber auch bombastisch. Im Kino bin ich extra sitzen geblieben bis gezeigt wurde wer Komponist war und ich war freudig überrascht.

KING KONG hat mich aber leider etwas enttäuscht. Mit dem Film ist der Soundtrack sehr gut, habe ihn mir dann aber mal auf CD angehört und fand ihn dann doch nicht so gut wie gedacht.

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Für KING KONG hatte JNH auch sehr wenig Zeit...wieviel Wochen warens nochmal? Jackson dachte damals ja...och nöö, nicht Shore, sondern den James...nya...das war jedenfalls arg kurfristig - aber für diese Kurzfristigkeit find ich KK gut gelungen. Nicht herausragend, aber gut. :)

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Ich find ihn herausragend.. einer der letzten wirklich sehr guten James Newton Howard-Scores :)

Im Film hatte er eine fantastische Wirkung für mich und auf CD ebenfalls.. großartig

Ach ja willkommen im Forum.. vielleicht hast ja Lust und Zeit, dich in folgenden Thread ein wenig vorzustellen :)

http://www.soundtrac...tellungsthread/

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