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Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb scorefun:

Interessiert sich jemand dafür...😎

 

Ich herzlich wenig, aber für den Spielberg-Film interessiere ich mich noch weniger. Seine großen Zeiten sind einfach vorbei. Schön, daß er noch etwas macht, aber ab 1997 gibt es nur noch drei Filme, die mir von ihm ganz gut gefallen. Liegt natürlich nicht immer an ihm, weil er ja nicht großartig am Drehbuch mitschreibt, aber der Reiz ist einfach weg. Früher wagte er riskante Experimente ("Jurassic Park"), aber mit der immer besser werdenden Computertechnologie, ging bei ihm auch oft die Kreativität flöten (allerdings nicht nur bei ihm), bzw. der Inhalt der Filme interessierte mich gar nicht. Daß "Scary Movie 6" hingegen ziemlich erfolgreich ist, überrascht mich gar nicht. Auch unter jüngeren Leuten, haben die Filme einen Kultstatus und viele Leute sind nur reingegangen, weil die Wayans-Brüder versichert haben, daß sie sich in Sachen politischer Korrektheit keine Vorschriften machen lassen werden. In den Film gehe ich zwar auch nicht, weil mir Kinobesuche mittlerweile generell zu anstrengend sind, aber einen Film habe ich dieses Jahr auf meiner Guckliste: "Coyote vs. ACME". Der Trailer war schon lustig und der Film wird bestimmt toll.

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Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Lars Potreck:

Shore hatte doch bei allen 3 Hobbit Filmen Unterstützung. Lag das nicht daran, dass es zwischen ihm und Jackson Unstimmigkeiten gab?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Shore eigentlich nur am ersten HOBBIT noch "richtig" gearbeitet. Beim zweiten und dritten Film übernahm dann Conrad Pope, der wohl das von Shore komponierte Grundgerüst auf den Film adaptierte und auch die Musik dirigierte. Also ähnlich wie William Ross beim zweiten HARRY POTTER. Denn die Aufnahmen fanden in Neuseeland statt und Shore wollte die Reise nicht mehr machen. 

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Geschrieben
Am 13.6.2026 um 11:42 schrieb Lars Potreck:

Ich habe mir den Score nun nochmal über Kopfhörer angehört um die Details besser mitzubekommen. Das ist eine schöne atmospärische Musik, die Drama, Mystery und Action gut ausbalanciert. Auch die wenige Elektronik ist sehr gut eingebarbeitet. Insgesamt ist es eher ein zurückhaltender Score, was ich positiv finde. Herausstechen tun für mich die Stücke celestial... und caught... . Ob es ein Meisterwerk ist kann ich objektiv nicht beurteilen, aber für mich persönlich ist es zumindest ein sehr guter Score, der gut nebenbei läuft. Für mich zusätzlich perfekt zum Einschlafen. Freu mich schon auf die CD.

@Lars Potreck Übrigens: Zum Thema „einschlafen“ habe ich eine (vermutlich) passende Empfehlung für dich: Austin Wintory‘s Video Game Score zu ALIENS: FIRETEAM ELITE 

Es ist ein sehr spezieller Score, den Wintory (in der Corona Zeit) mit kleiner (Kammermusik-artiger) Besetzung aufgenommen hat -jedoch in getrennten Gruppen. 
Dann wurde in meisterhafter Kintsugi-Manier am Computer alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengebastelt. 
Dazu gibt es auch tolle Einblicke in Form von YouTube Videos auf Wintory‘s Kanal. 
 

Jedenfalls glaube ich, dass der Score für dich zum Einschlafen interessant sein könnte, da er (ähnlich wie PLANET OF THE APES) ziemlich unruhig ist und meist keiner Melodie folgt, sondern eher auf Rhythmus und Stimmung setzt. 

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Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Mistermaffay:

@Lars Potreck Übrigens: Zum Thema „einschlafen“ habe ich eine (vermutlich) passende Empfehlung für dich: Austin Wintory‘s Video Game Score zu ALIENS: FIRETEAM ELITE 

Es ist ein sehr spezieller Score, den Wintory (in der Corona Zeit) mit kleiner (Kammermusik-artiger) Besetzung aufgenommen hat -jedoch in getrennten Gruppen. 
Dann wurde in meisterhafter Kintsugi-Manier am Computer alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengebastelt. 
Dazu gibt es auch tolle Einblicke in Form von YouTube Videos auf Wintory‘s Kanal. 
 

Jedenfalls glaube ich, dass der Score für dich zum Einschlafen interessant sein könnte, da er (ähnlich wie PLANET OF THE APES) ziemlich unruhig ist und meist keiner Melodie folgt, sondern eher auf Rhythmus und Stimmung setzt. 

Hatte ich mir tatsächlich erst vor einigen Wochen dafür auf CD gebrannt. Funktioniert gut und der Score gefällt mir sehr. 😁 Alien: Isolation hatte ich mir auch in dem Zusammenhang auf CD gebrannt. Aber noch nicht wieder gehört. 

Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb Lars Potreck:

Hatte ich mir tatsächlich erst vor einigen Wochen dafür auf CD gebrannt. Funktioniert gut und der Score gefällt mir sehr. 😁 Alien: Isolation hatte ich mir auch in dem Zusammenhang auf CD gebrannt. Aber noch nicht wieder gehört. 

Ach cool, dann hatte ich ja einen richtigen Riecher 😁
 

Okay interessant- kann der Score zu Alien:Isolation denn auch was? Hab mir den nie angehört 

Geschrieben

Ich habe mir den Film DISCLOSURE DAY von Steven Spielberg am Donnerstag mit Freunden im IMAX in der Originalfassung angesehen. Er hat mir sehr gut gefallen, vielleicht sogar mehr wegen seiner technischen Errungenschaften als wegen seines Drehbuchs. Die Oner-Shots sind fantastisch, und die Kameraarbeit ist durchgehend faszinierend. Ich frage mich allerdings, wann die Filmemacher wieder zu einem kraftvollen und ausdrucksstarken Farbeinsatz zurückkehren werden.

Eine Szene, die mich besonders beeindruckt hat, ist jene im Motelzimmer, in der die Lichter vorbeifahrender Autos durch die Vorhänge scheinen und wunderschöne, sich ständig verändernde Lichtmuster erzeugen.

Emily Blunt liefert eine außergewöhnliche schauspielerische Leistung ab und trägt den Film in vielerlei Hinsicht.

John Williams’ Filmmusik ist fantastisch, insbesondere im letzten Drittel des Films. Ein weiteres Meisterwerk und ein wahres Geschenk an die Filmmusik-Fans. Besonders angetan hat es mir das Thema „Listen…“, das auch in „Reprise…“ zu hören ist. Die Actionmusik besitzt wie immer enorme Power, etwa in „Chase…“ und „Unseen…“. „Celestial…“ bietet hingegen puren Zauber. ☺️

Beeindruckt hat mich außerdem, wie modern manche Passagen der Musik klingen. Mit 94 Jahren hat Williams mit „Disclosure…“ wohl eines der modernsten Stücke seiner gesamten Karriere komponiert. Der subtile Synthesizer-Bass wirkt dabei überraschend tanzbar. 🤩

Film und Musik: 9/10

 

 

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Geschrieben

Im folgenden Artikel findet Ihr viele wertvolle Antworten auf die Fragen die bereits aufgetaucht sind. 

„Im Laufe von sieben Aufnahmesessions nahm John Williams mehr als zwei Stunden und 20 Minuten Musik auf. Der Film enthält etwa 82 Minuten Filmmusik. Ein Teil der zusätzlich aufgenommenen Musik wurde für das Soundtrack-Album aufgenommen.

Williams begann bereits im vergangenen Frühjahr mit der Komposition. Für die Aufnahmen wurde ein Orchester mit 96 Musikern angeheuert. Die erste Aufnahme fand am 11. September 2025 in den Sony-Studios statt, die kurz zuvor in „John Williams Music Building“ umbenannt worden war. Die Aufnahmen wurden im Herbst und Winter fortgesetzt: Zwei weitere Aufnahmesitzungen fanden im Oktober statt, zwei im Dezember, eine im Januar 2026 und die letzte Sitzung am 20. Februar.

Am 19. Dezember 2025 wurde das Orchester von einem 30-köpfigen Frauenchor mit Sopran- und Altstimmen begleitet. Für einige Passagen kam zudem eine Solostimme zum Einsatz.l Holly Sedillos‘ Stimme kam im Film und im Abspann zu hören.

Ungewöhnlich war, dass Chor und Orchester gemeinsam aufgenommen wurden. Während viele Komponisten den Chor separat aufnehmen, bevorzugt Williams Aufnahmen mit allen Mitwirkenden gleichzeitig im selben Raum.

Im Abspann ist zu lesen, dass die Musik von Williams gemeinsam mit seinen langjährigen Kollegen William Ross und Randy Kerber orchestriert und dirigiert wurde. Jedoch meinen ihm nahestehende Personen, dass Williams die gesamte Partitur selbst orchestrierte und einen Großteil der Aufnahmen selbst dirigierte, meist im Sitzen, gelegentlich aber auch im Stehen.“

 

Quelle: 

https://variety.com/2026/artisans/news/disclosure-day-john-williams-steven-spielberg-1236779833/?fbclid=IwZnRzaAScAtVleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeGUO9ADq_Y07U1Zlrd8FPabKKnHRrK3MhQmoj_m_LAqPYDOT6QK8FaKJ4be8_aem_Wk58Wa70hRuh1PQKy6DYbA&utm_id=97757_v0_s00_e0_tv2_a1demonldwr1yq

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Csongor:

John Williams’ Filmmusik ist fantastisch, insbesondere im letzten Drittel des Films. Ein weiteres Meisterwerk und ein wahres Geschenk an die Filmmusik-Fans. Besonders angetan hat es mir das Thema „Listen…“, das auch in „Reprise…“ zu hören ist. Die Actionmusik besitzt wie immer enorme Power, etwa in „Chase…“ und „Unseen…“. „Celestial…“ bietet hingegen puren Zauber. ☺️

Beeindruckt hat mich außerdem, wie modern manche Passagen der Musik klingen. Mit 94 Jahren hat Williams mit „Disclosure…“ wohl eines der modernsten Stücke seiner gesamten Karriere komponiert. Der subtile Synthesizer-Bass wirkt dabei überraschend tanzbar.

Es sind wirklich sehr schöne, oben von Dir erwähnte Tracks im gesamten Score, das ist völlig klar und da stimme ich absolut überein, aber gerade beim minimalistischen Stück "Disclosure" hat es mich gestern doch selbst überrascht, wie stark - und andere haben es hier ja weiter oben auch schon erwähnt - Williams da von Desplats ET APRÈS von 2008 abgekupfert hat - einen reinen Zufall kann man das wohl kaum mehr nennen.
Ich habe den Desplat vor vielen Jahren mal gehört, aber gar nicht mehr so genau im Kopf gehabt. Erst jetzt nach den Hinweisen nochmals genauer reingehört und da muß ich einfach sagen: Dermaßen abkopiert - sogar mit dem tanzbaren Synthi-Bass mit dabei - geht mir persönlich denn doch ein bißchen zu weit und bin ich von Williams in der Art auch sonst nicht gewohnt. Das ist echt schade, daß man sich hier anscheinend so eng an die Vorlage, die offenbar als Temp Track diente, geklammert hat. Du brauchst nur mal einen Track wie "The Messenger" von dem Desplat anzuhören und die erste Minute ist fast identisch mit dem ganzen Anfang von dem "Disclosure"-Track. Mir hat das Ganze natürlich früher bei Desplat schon nicht gefallen und deshalb kein Wunder, weshalb mich die zum Großteil sehr ähnliche Musik natürlich nun auch bei Wiliams stört. Schade, daß Williams hier nicht seine Themen aus den anderen Tracks wie "Listen" weiter verarbeitet hat, sondern daß der Track an sich eher musikalisch ein wenig ins Leere läuft und für mich persönlich deshalb gegenüber den Williams-typischeren etwas abfällt. 

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Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb Csongor:

IIm Abspann ist zu lesen, dass die Musik von Williams gemeinsam mit seinen langjährigen Kollegen William Ross und Randy Kerber orchestriert und dirigiert wurde. Jedoch meinen ihm nahestehende Personen, dass Williams die gesamte Partitur selbst orchestrierte und einen Großteil der Aufnahmen selbst dirigierte, meist im Sitzen, gelegentlich aber auch im Stehen.“

 

Aber auch das ist in dem Variety-Artikel zu lesen, was Du oben nicht mit übersetzt hast:

"Ross and Kerber did occasional “adaptations” of Williams’ material to accommodate revisions in the film, sources say."

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Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Mistermaffay:

Ach cool, dann hatte ich ja einen richtigen Riecher 😁
 

Okay interessant- kann der Score zu Alien:Isolation denn auch was? Hab mir den nie angehört 

Den muss ich mir nochmal in Ruhe anhören. Der letzte Hördurchgang ist schon eine Weile her.

Geschrieben

Der "modernste" Track ist btw gar nicht "disclosure..." oder gar "dive..." - die im Detail beide sehr Williams-typisch sind - , sondern "kxce..." mit seiner konventionellen Moll-Figur, die ständig auf andere Tonstufen geschoben wird. Ein absolutes Klischee in der Spannungsvertonung seit den frühen 2000ern. Dass Williams hier nochmal derart in moderne Scoring-Konventionen eintaucht, hätte ich nicht für möglich gehalten. 

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Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb Stefan Schlegel:

Es sind wirklich sehr schöne, oben von Dir erwähnte Tracks im gesamten Score, das ist völlig klar und da stimme ich absolut überein, aber gerade beim minimalistischen Stück "Disclosure" hat es mich gestern doch selbst überrascht, wie stark - und andere haben es hier ja weiter oben auch schon erwähnt - Williams da von Desplats ET APRÈS von 2008 abgekupfert hat - einen reinen Zufall kann man das wohl kaum mehr nennen.
Ich habe den Desplat vor vielen Jahren mal gehört, aber gar nicht mehr so genau im Kopf gehabt. Erst jetzt nach den Hinweisen nochmals genauer reingehört und da muß ich einfach sagen: Dermaßen abkopiert - sogar mit dem tanzbaren Synthi-Bass mit dabei - geht mir persönlich denn doch ein bißchen zu weit und bin ich von Williams in der Art auch sonst nicht gewohnt. Das ist echt schade, daß man sich hier anscheinend so eng an die Vorlage, die offenbar als Temp Track diente, geklammert hat. Du brauchst nur mal einen Track wie "The Messenger" von dem Desplat anzuhören und die erste Minute ist fast identisch mit dem ganzen Anfang von dem "Disclosure"-Track. 

Du meine Güte... habe mir das gerade mal vergleichend angehört. Wer um alles in der Welt empfand dieses Allerwelts-Minütchen des Desplat-Tracks so wahnsinnig prägnant, dass er/sie sich beim Williams-Track "disclosure..." daran erinnert fühlte? :lol: @Soundtrack Composer, du? 

Das sind a-moll-Quinten als Liegetöne mit Kleinterz- und Sekund-Tupfern im hohen Klavier. Das erreicht nicht mal Schöpfungshöhe. Und die Unterschiede sind ja dann auch viel charakteristischer als die Gemeinsamkeiten: die bei Desplat ab 0:55 einsetzenden Bassstimmen bewegen sich viel schneller und "sphärischer", während die Celli bei Williams geradlinig und melodisch verlaufen. Und die Hauptidee des Williams-Tracks ist ja eh die schmerzlich fallende Sekunde des Englischhorns bei 2:07, und später auch der anderen Holzbläser. Diese Idee findet man im Desplat-Track nirgends. 

Hier mal beide Tracks im Vergleich, dass sich alle Mitlesenden ein Bild dieser Spitzfindigkeit machen können: 

 

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

Du meine Güte... habe mir das gerade mal vergleichend angehört. Wer um alles in der Welt empfand dieses Allerwelts-Minütchen des Desplat-Tracks so wahnsinnig prägnant, dass er/sie sich beim Williams-Track "disclosure..." daran erinnert fühlte?  Das sind a-moll-Quinten als Liegetöne mit Kleinterz- und Sekund-Tupfern im hohen Klavier.

"Allerwelts-Minütchen" triffts zumindest für mich ziemlich gut. :)

Wenn der Williams-Score wirklich so sehr aus einem Guß und über die 64 Minuten des Albums hinweg ein exzellentes Hörerlebnis wäre, dann dürfte es so ein recht banales "Allerwelts-Minütchen" eben gar nicht geben, das man genausogut streichen könnte. Das ist zumindest bei mir der entscheidende Punkt.
Und daß fast dasselbe langweilig dahinschlierende Minütchen auch noch zu Beginn des Tracks eines lange zuvor komponierten Desplat-Scores auftaucht, finde ich doch etwas kurios. Williams übernimmt ja gegen Ende  des Tracks (so gegen 3:30) auch noch den hüpfenden Synthie-Bass von Desplat, der mir ohnehin hier ziemlich überflüssig erscheint.
Überhaupt hängt mir der komplette Track viel zu sehr durch und ist mir schlicht zu langweilig auch in den restlichen drei Minuten mit der etwas reizlosen ewigen Sequenzierung des einen fallenden Motivs zusammen mit der ständigen ostinaten Begleitung - für mich musikalisch einfach zu ziellos. Zu den überzeugenden Tracks auf dem Album gehört er für mich jedenfalls nicht und das von Desplat übernommene "Allerwelts-Minütchen" macht das alles für mich leider Gottes dann noch etwas belangloser.
Der Track kommt ja im Film so ziemlich gegen Ende vor und fällt dort gar mal nicht so besonders auf, aber ich hätte mir da von Williams doch was deutlich prägnanteres, auch weitaus thematischer angelegteres gewünscht.

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Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Stefan Schlegel:

"Allerwelts-Minütchen" triffts zumindest für mich ziemlich gut. :)

Wenn der Williams-Score wirklich so sehr aus einem Guß und über die 64 Minuten des Albums hinweg ein exzellentes Hörerlebnis wäre, dann dürfte es so ein recht banales "Allerwelts-Minütchen" eben gar nicht geben, das man genausogut streichen könnte. Das ist zumindest bei mir der entscheidende Punkt.
Und daß fast dasselbe langweilig dahinschlierende Minütchen auch noch zu Beginn des Tracks eines lange zuvor komponierten Desplat-Scores auftaucht, finde ich doch etwas kurios. Williams übernimmt ja gegen Ende  des Tracks (so gegen 3:30) auch noch den hüpfenden Synthie-Bass von Desplat, der mir ohnehin hier ziemlich überflüssig erscheint.
Überhaupt hängt mir der komplette Track viel zu sehr durch und ist mir schlicht zu langweilig auch in den restlichen drei Minuten mit der etwas reizlosen ewigen Sequenzierung des einen fallenden Motivs zusammen mit der ständigen ostinaten Begleitung - für mich musikalisch einfach zu ziellos. Zu den überzeugenden Tracks auf dem Album gehört er für mich jedenfalls nicht und das von Desplat übernommene "Allerwelts-Minütchen" macht das alles für mich leider Gottes dann noch etwas belangloser.
Der Track kommt ja im Film so ziemlich gegen Ende vor und fällt dort gar mal nicht so besonders auf, aber ich hätte mir da von Williams doch was deutlich prägnanteres, auch weitaus thematischer angelegteres gewünscht.

Du beschreibst es sehr treffend - ich kann mich dir nur anschließen. 
Die Gemeinsamkeiten dieser beiden Tracks sind zu groß um es als Zufall abzutun. 
Warum eine Größe wie John Williams bei einem recht unbekannten Desplat Score abschreiben sollte, erschließt sich mir aber nicht so ganz. 
Hier vermute ich eher, dass seine „Ghostwriter“ dies zu verantworten haben. 
Sei‘s drum - die Wahrheit werden wir ohnehin nicht erfahren. 
 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Mistermaffay:

Warum eine Größe wie John Williams bei einem recht unbekannten Desplat Score abschreiben sollte, erschließt sich mir aber nicht so ganz. 
Hier vermute ich eher, dass seine „Ghostwriter“ dies zu verantworten haben. 

Im jwfan-Forum wurde in den letzten Tagen ja auch die wirklich genau gleiche Rythmusbegleitung in einem Track von Desplats ZERO DARK THIRTY (Track 6 "Northern Territories") wie in dem DISCLOUSRE-Track "Dive" ab Minute 2:45 diskutiert mit dem witzigen Kommentar:
"Desplat must be kinda proud that Williams stole some of his music from Zero Dark Thirty".

Wer es selbst nachlesen möchte:
https://www.jwfan.com/forums/index.php?/topic/38247-disclosure-day-ost-album-music-discussion-no-film-spoilers/page/2/#comments

Ich gehe daher schon stark davon aus, daß zumindest ein paar Desplat-Stücke ursprünglich als Temp Track bei DISCLOSURE angelegt worden waren, zumal eben ein Randy Kerber auch an einigen Desplat-Scores immer mitgearbeitet hat. Ein bißchen was könnte daher auf sein Konto gehen.
 

Geschrieben

Und ich dachte immer, dass Williams der einzige Hollywoodkomponist war, der die Filme, die er vertonen sollte, ohne Temptrack sehen durfte. Das soll sich jetzt ausgerechnet bei Spielberg geändert haben?

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Mephisto:

Und ich dachte immer, dass Williams der einzige Hollywoodkomponist war, der die Filme, die er vertonen sollte, ohne Temptrack sehen durfte. Das soll sich jetzt ausgerechnet bei Spielberg geändert haben?

Es ist doch vermutlich eher so, dass es so gewesen ist, wie u.a. Mistermaffay es oben schon gesagt hat. Für die Passage dürfte einer aus Williams' Team verantwortlich sein, der bei der Fertigstellung des Scores mitgeholfen hat.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Mephisto:

Und ich dachte immer, dass Williams der einzige Hollywoodkomponist war, der die Filme, die er vertonen sollte, ohne Temptrack sehen durfte. Das soll sich jetzt ausgerechnet bei Spielberg geändert haben?

Auch im jwfan-Forum gibts dazu einige Äußerungen von Leuten, die offenbar genaueres wissen.

Etwa diese:

"He may not like temp-track personally, but he has to work with them because that's a common thing in editing. There are many cases where the temp-track is obvious.

Island Fanfare from Jurassic Park was temp-tracked by Theme from Silverado

Susan motif from The Patriot was temp-tracked by Once Upon a Time in America

Bringing Joey Home, and Bonding was temp-tracked by Jack Sparrow"

"Going to School from Memoirs of a Geisha that was evidently temped with that David Byrne piece from Last Emperor has always been the ideal outcome for temp love, where Williams follows the temp but also goes off in totally his own direction. Too bad he didn’t do that more here."



 

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Trekfan:

Es ist doch vermutlich eher so, dass es so gewesen ist, wie u.a. Mistermaffay es oben schon gesagt hat. Für die Passage dürfte einer aus Williams' Team verantwortlich sein, der bei der Fertigstellung des Scores mitgeholfen hat.

Man muß ja auch einfach realistisch gesehen sagen: Daß jemand mit 94 über 80 Minuten Score in einer festgelegten Zeit schreiben und für Alles und Jedes verantwortlich sein soll, ist schon äußerst viel verlangt. Man sollte doch mehr als froh sein, daß Williams zumindest die wichtigsten Teile der Partitur noch allein hinbekommen hat.

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Geschrieben

Elfman sagt ja auch immer dass er Garantie hat einen Film ohne Temp zu sehen, aber dann hat man so komplette Matrix Abschriebe in WANTED zb…

das führ ich auch einfach drauf zurück, dass ein Ghostwriter was machen musste und der darf sich dann logischerweise nicht ausleben sondern macht halt den Temp Track nach und Elfman wirds entweder egal sein oder ja auch gar nicht bemerken… 

das kommt halt mal vor bei den Produktionsbedingungen

Williams und Temp Track fällt mir noch ein, wo das Auge die Treppe runterhüpft hört man deutlich Death Becomes Her…

aber was solls… 20sec in 120min… 

Geschrieben
Am 12.6.2026 um 01:00 schrieb Soundtrack Composer:

Bei zwei Stücken merkt man den Temp Track aber schon ganz deutlich, beide Male Desplat. Einmal Zero Dark Thirty und Et Après ganz deutlich beim vorletzten track Disclosure.

Wobei man aber sagen muss, dass das Hauptthema aus "Et Apres" einem der Themen aus dem Score von Williams zu "A.I." sehr ähnlich klingt. Trotzdem ist es für mich der beste Score von Desplat. 

Geschrieben

Ich hätte diese Parallelen auch nie erkannt, für mich auch ein "Allerwelts-Minütchen", das es so vermutlich in x unterschiedlichen Filmmusiken irgendwie so ähnlich gibt. Ist wirklich nicht so entscheidend, was die Musik angeht. Habe momentan nicht so viel Zeit ins Kino zu gehen. Die Musik selbst ist mir dem ersten Eindruck nach etwas zu sehr ein Pastiche aus vielen anderen Williams-Kompositionen, bei der ich ständige irgendwelchen Assoziationen herjage, sei es Amistad, A.I., E.T. oder Close Encounters. Die Themen sind aber sehr schön. Muss dem Ganzen aber sicher noch etwas Zeit geben.

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